
[Refrain – a cappella, nur Stimme] Ein Haus aus Händen, ein Dach aus Zeit, ein Fenster, das dein Licht behält. Ein Haus aus Händen, ein Dach aus Zeit, die Jahre gehn wie Wind durchs Haus. Aah-mahn, aah-mahn [Strophe 1 – Bouzouki und Musik setzen ein] Das Haus ist alt geworden, die Mutter auch. Das Dach hat seinen Regen, die Küche ihre Jahre. Einmal stand es neu im Licht, da rochen alle Zimmer nach Kalk und Morgen. [Strophe 2] Sie bauten es mit Händen, Stein um Stein, ein Sommer nach dem andern. Jedes Fenster ein Satz, den keiner sagte. Du hast es dir gewünscht, so laut, so sehr, und sie hielten Wort mit ihren Händen. [Refrain] Ein Haus aus Händen, ein Dach aus Zeit, ein Fenster, das dein Licht behält. Ein Haus aus Händen, ein Dach aus Zeit, die Jahre gehn wie Wind durchs Haus. Aah-mahn, aah-mahn [Strophe 3] Der Regen fand den Weg durchs Dach, wir flickten ihn mit Händen, die nicht seine waren. Die Fliesen bleichen, wo die Sonne lag, der Schlüssel dreht sich schwer, als müsst er sich erinnern. Was neu war, ist von gestern, ein Haus kann sterben, während alle Wände stehen. [Strophe 4] Die Mutter sitzt am Fenster, ihr Sohn ist nie mehr heimgekommen. Sie hat gewartet auf ein Wort, dann hörte sie auf anzurufen, weil seine Antworten immer kürzer wurden. Vielleicht war es Scham, vielleicht die Weite, vielleicht weiß er es selbst nicht. Sie hat es sich gewünscht, das Heimkommen, und das Haus hat mitgewünscht. [Strophe 5] Zwischen zwei Brüdern liegt ein Schweigen, und keiner sagt dem andern, was geschieht. Was einmal aus ihm wird, weiß keiner, nicht einmal das Haus. [Bridge – leise gesungen] Alles, was man baut, will ein Gesicht am Fenster, will Schritte, die es kennen, Stimmen in den Räumen. Ein Haus ist nur so jung, wie jemand darin lebt. Wir drehen den Schlüssel, wir kommen und gehen, Gäst

