
[Strophe 1 – Sie] Ich sehe, dass da etwas ist, hinter deinen stillen Augen. So vieles bleibt unausgesprochen, so vieles kann ich nur erahnen. Ich hab dir meine Türen geöffnet, hab dich tief in mich gelassen. Doch ich kann nicht immer raten, was du selbst nicht sagen kannst. [Strophe 1 – Er] Ich weiß, ich halte vieles fest, was längst nach draußen möchte. Ich hab gelernt, mich zu verschließen, wenn etwas zu nah kommt. Ich hab Angst vor meinen Worten, vor dem, was sie verändern könnten. Doch vielleicht verliere ich dich eher, wenn ich weiter schweige. [Pre-Chorus – Sie] Ich verlange nicht, dass du keine Angst mehr hast. Ich will nur, dass du mich hineinblicken lässt. [Pre-Chorus – Er] Vielleicht muss ich nicht wissen, wie ich alles sagen soll. Vielleicht reicht der erste Schritt: dass ich überhaupt beginne. [Refrain – Beide] Sie: Öffne dich, lass mich sehen, was in dir lebt. Ich hab dir längst mein Herz geöffnet, doch ich weiß nicht, was in dir vorgeht. Er: Ich weiß, du kannst nicht für mich sprechen. Du kannst meine Mauern nicht einreißen. Wenn ich will, dass du mich kennst, muss ich selbst die Tür aufmachen. Beide: Öffne dich. Nicht nur mit einem Blick. Sag mir, was in dir passiert, damit zwischen uns nichts unausgesprochen bleibt. Sie: Ich kann dich nicht für dich öffnen. Er: Ich weiß. Sie: Ich kann nicht für dich fühlen. Er: Dann muss ich dir zeigen, was ich fühle. [Strophe 2 – Sie] Ich will nicht deine Gedanken lesen, nicht jedes Schweigen übersetzen. Ich will nicht aus einem Blick hundert Antworten zusammensetzen. Sag mir, wenn du mich vermisst. Sag mir, wenn du Nähe brauchst. Sag mir auch, wenn du Angst bekommst. Ich halte Wahrheit besser aus als diese Leere zwischen uns. [Strophe 2 – Er] Ich hab oft geglaubt, Schweigen würde alles leichter machen. Doch ich sehe jetzt, wie weit es uns voneinander gebracht hat. Du hast mir so oft gezeigt, dass du mich wirklich sehen willst. Und ich hab mich versteckt, obwohl ich selbst gesehen werden wollte. [Bridge – Sie] Ich brauche keine perfekten Worte. Ich brauche keine großen Versprechen. Nur etwas Echtes von dir, das nicht wieder hinter Schweigen verschwindet. [Bridge – Er] Dann lass mich anfangen. Mit einem Satz. Mit einer Wahrheit. Mit dem, was mir schwerfällt. Ich muss nicht alles können, um mich zu zeigen. Aber ich muss aufhören, dich draußen stehen zu lassen. [Letzter Refrain – Beide] Sie: Öffne dich, lass mich sehen, was in dir lebt. Ich hab dir längst mein Herz geöffnet, jetzt will ich wissen, wer du bist. Er: Ich kann nicht länger erwarten, dass du meine Stille verstehst. Wenn ich dir wirklich nah sein will, muss ich selbst aus mir herausgehen. Sie: Ich kann dich nicht für dich öffnen. Er: Ich weiß. Sie: Ich kann deinen Weg nicht gehen. Er: Dann gehe ich ihn selbst. Beide: Öffne dich. Zeig mir, was in dir lebt. Nicht nur das, was leicht zu sagen ist, auch das, was dir schwerfällt. Sie: Ich will dich nicht erraten. Er: Ich will mich nicht länger verstecken. Beide: Wenn wir uns wirklich begegnen wollen, müssen wir aufhören, uns voreinander zu verbergen. [Outro – Er, leise] Ich weiß noch nicht, wie ich alles sagen soll. Sie: Dann fang mit dem an, was du jetzt fühlst. Er: Ich habe Angst. Sie: Dann sag es mir. Er: Ich will dir näher sein. Sie: Dann zeig es mir.

