
ICH WERD GETANZT (JABIRU FUMMEL REMIX)
Taub. Erst die Finger. Dann die Lippen, Wort für Wort schwindend. Bin Oberfläche. Ich merk es nicht. Eng. Erst der Nacken. Dann die Schultern, Tag für Tag enger. Bin Automat. Es sitzt falsch. Starr. Erst die Hände. Dann die Augen, Blick für Blick. Ich denk nur, dass ich fühl. Ich will hier raus. Ein Knöchel zuckt. Ein Knie gibt nach. Das Blut kommt in die Muskeln. Die Rippen gehen auf. Der Kiefer lässt mich los. Ich hör zum ersten Mal den Bass. Wo hör ich auf, wo fängt es an? Die Haut schwingt als Membran, und dann Ich tanz nicht mehr, ich werd getanzt, ich bin der Beat, bevor er schlägt, ich bin die Welle, die ihn trägt. Nur noch Bewegung, Be– we– gung. Erwacht. Erst die Knöchel. Dann das Rückgrat, Wirbel für Wirbel, ich schick es durch die Arme - bis in die Finger. Die Hi-Hats rennen, ich lass sie rennen. Der Beat wird schwer, ich werde schnell... Weg. Erst die Wände. Dann die Gesichter, eins ums andre, der nächste Schritt passiert - bevor ich ihn denk. Wo hör ich auf, wo fängt es an? Die Haut schwingt als Membran, und dann Ich tanz nicht mehr, ich werd getanzt, ich bin der Beat, bevor er schlägt, ich bin die Welle, die ihn trägt. Nur noch Bewegung, Be– we– gung. Meins. Erst die Arme. Dann die Finger, – Takt für Takt weiter, ich bin schon lange nicht mehr, wo ich war. Ich heb die Hände vors Gesicht: zwei Fische, schlank und blass, sie schnappen nach dem Bass und tanzen längst davon. Ich sitz in meiner ersten Reihe und seh mich endlich an. Niemand schaut zurück. Es wird leicht, es wird leicht. Die Luft reicht, die Luft reicht. Noch ein Takt, noch ein Takt, und der Körper macht, und der Körper macht. Wo hör ich auf, wo fängt es an? Die Haut schwingt als Membran, und dann Ich tanz nicht mehr, ich werd getanzt, ich bin der Beat, bevor er schlägt, ich bin die Welle, die ihn trägt. Nur noch Bewegung, Be– we– gung. Nur noch Bewegung, Be– we– gung. Be– we– gung. Wach!

