
Das Gestern hält Dich fest wie ein falscher Freund
Ich seh nach vorn, aber mein Blick zögert noch Als hätte gestern seine Finger tief in meinem Kopf Die Leute reden, als wär alles längst vorbei Doch in mir läuft der alte Film noch nebenbei Jeder Schritt nach vorne zieht erst mal an mir Ich bin hier im Raum, doch ein Teil bleibt bei dir Denn das Gestern hält mich fest wie ein falscher Freund Es kennt meine Schwächen, weiß genau, wann es sich lohnt Es sagt: Bleib noch kurz, nur für heute, nur für jetzt Und ich fall wieder rein, obwohl ich es längst check Es will nicht, dass ich geh, es will nur, dass ich bleib In dem alten Schmerz, bis ich mich selbst nicht mehr erkenn Es fragt mich ständig: „Weißt du noch, wie es war?“ Und macht aus jedem Rückblick wieder eine neue Narbe Es will mich nicht teilen mit dem Morgen und dem Licht Es lebt von meinem Festhalten, sonst hört man es nicht Ein Mensch, der zu lang in seinem eigenen Echo sitzt Zwischen dem, was war, und dem, was wirklich vor ihm liegt Denn das Gestern hält mich fest wie ein falscher Freund Es kennt meine Schwächen, weiß genau, wann es sich lohnt Es sagt: Bleib noch kurz, nur für heute, nur für jetzt Und ich fall wieder rein, obwohl ich es längst check Es will nicht, dass ich geh, es will nur, dass ich bleib In dem alten Schmerz, bis ich mich selbst nicht mehr erkenn Aber wer von uns hält eigentlich wen hier fest? Warum fühlt sich Loslassen an, als wär es ein Test? Da ist niemand, der das für mich zu Ende denkt Nur ich, der den Schlüssel schon die ganze Zeit in der Hand hält Ich muss nicht warten, bis es von allein verschwindet Ich kann heute anfangen, auch wenn es noch ein wenig schwindet Ich lass dich dort, wo du hingehörst Nicht mehr in meinem Kopf, nicht mehr so laut Der nächste Schritt tut weh Doch ich geh ihn jetzt Und du kommst nicht mit

