
Strophe 1 (Die Müllerstochter) Mein Vater prahlt, mein König droht, mein Leben hängt an dünnem Stroh. Sie sagen: „Dreh, Mädchen, dreh!“ Und keiner fragt: „Wie geht’s dir eh?“ Mein Vater lügt, mein König schreit, mein Leben ist nur Wirklichkeit In einem Märchen voller Zwang, doch ich war klüger mein Leben lang. Pre-Refrain Sie sagen: „Dreh das Rad, sei still!“ Doch keiner fragt, ob ich das will. Refrain 🌟 Gold ist nicht genug, wenn dein Herz erfriert, wenn der Glanz dich blendet und du das Leben verlierst. Ich bin mehr als ein Handel, mehr als ein Spiel – Ich will Recht, ich will Stimme, ich will mein Profil. Strophe 2 (Rumpelstilzchen) Ich war der Schatten, der half in der Nacht, ein Dienstleister, niemand hat „Danke“ gesagt. Ich hab gegeben, was niemand verstand, doch sie nahmen mein Werk – und brannten mein Land. Pre-Refrain (Rumpelstilzchen) Sie sagen: „Unhold, du willst ein Kind!“ Doch keiner sieht, wie ein Vertrag zerrinnt. Refrain (beide, kontrapunktisch oder im Wechsel) 🌟 Gold ist nicht genug, wenn nur einer gewinnt, wenn der Pakt, der uns schützt, mit Lügen beginnt. Ich bin mehr als ein Mittel, mehr als ihr Ziel – Ich will Recht, ich will Namen, ich will mein Profil. Bridge (Die Müllerstochter) Sie krönten mich – doch fragten sie nie, ob ich das will, ob ich verzieh. Ich bin kein Schmuck, kein goldenes Band – Ich bin Verstand, ich bin Widerstand. Final-Refrain (beide) 🌟🌟 Gold ist nicht genug – wir brechen das Schweigen, nichts wird mehr durch Angst sich neigen. Gleiches Recht, gleiche Pflicht, neue Kraft, neues Licht – Unser Wort – unser Lied – unser Gesicht.

