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Ich verlier mich auf dem Weg

V6

[Intro] Seit dem ersten Atemzug war ich auf mich allein gestellt. Kein Held, kein Vorbild, nur ich gegen die Welt. [Verse 1] Ich wurde groß zwischen Sorgen, kalten Treppenhäusern und Rauch. Hab früh gelernt zu funktionieren, auch wenn innerlich alles zerbrach. Jeder sagt, ich wär stabil, doch die Wahrheit kennt kaum einer. Denn wenn ich in den Spiegel sehe, wird das Bild von Tag zu Tag kleiner. Meine Freunde feiern mich, sagen: „Bruder, bleib wie du bist.“ Doch sie wissen nicht, dass genau das mein Problem ist. Denn ich trag dieses Lächeln wie 'ne Maske im Gesicht. Alle mögen den Typen, aber ich selber mag ihn nicht. Lange Nächte, wenig Schlaf, tausend Fragen ohne Ziel. Hab alles gegeben im Leben, doch irgendwie nie genug gefühlt. [Hook] Baby, komm wir fliegen weg von hier Nur du und ich, egal was passiert Ich hab Fehler gemacht, doch du bleibst bei mir Und jedes Mal verlier ich mich wieder in dir [Verse 2] Hab Narben, die man nicht sieht, unter Jacke und Beton. Jede Enttäuschung sitzt noch heute wie ein Echo im Kopf davon. Ich hab Menschen kommen seh'n, hab Menschen wieder verlor'n. Deshalb bau ich hohe Mauern, denn Vertrauen macht verwundbar. Manchmal sitz ich nachts am Fenster, schau den Lichtern hinterher. Frag mich, warum jeder meinen Wert erkennt, nur ich selber nicht mehr. Bin mein größter Kritiker, mein härtester Feind. Während andere mich feiern, hab ich längst mit mir verneint. Und vielleicht ist das der Grund, warum ich immer weiterlauf. Weil ich hoffe, irgendwann hört dieser Krieg in mir mal auf. [Hook] Von Geburt an Einzelkämpfer, hab gelernt allein zu geh'n. Alle sagen, ich bin stark, doch sie haben mich nie geseh'n. Meine Freunde steh'n hinter mir, doch ich steh mir selbst im Weg. Denn egal wie weit ich komme, ich verlier mich auf dem Weg. [Bridge] Und wenn die Nacht wieder kalt wird frag ich mich, ob du noch da bist. Zu viele Schatten in mir drin, die du gar nicht wirklich kennst. Deine Worte klingen leise wie ein Lied in mei'm Verstand. Doch ich lauf vor mir davon, komm bei dir nie richtig an. [Final Hook] Von Geburt an Einzelkämpfer, zwischen Hoffnung und Beton. Alle sagen, ich bin stark, doch ich fühl mich oft verlor'n. Meine Freunde steh'n hinter mir, aber keiner sieht, was geht. Denn egal wie weit ich komme, ich verlier mich auf dem Weg. [Outro] Vielleicht bin ich nicht der Mensch, den ich selber gerne wär. Doch ich trag die Last seit Jahren und sie wird mit jedem Schritt schwer. Alle mögen, wer ich bin. Zumindest glauben sie das. Doch wenn die Tür hinter mir zufällt, bleibt nur Stille und Hass.