[Verse 1] Ich jage schon lange nichts mehr Und ich renne nicht, wenn es laut wird um mich herum Ich geh meinen Weg in meinem Tempo Blick nach vorn, fest bei mir, ruhig und bewusst Ich hab losgelassen vor langer Zeit Nicht aus Angst, sondern aus Klarheit Die Stille hat mich gelehrt zu stehen Ohne etwas zu müssen, ohne mich zu verbiegen [Pre-Chorus] Und wenn manchmal etwas von mir kommt Dann bleibt es bei mir Ein kurzer Moment der Klarheit Ganz still [Chorus] Ich habe vergeben, ohne zu fragen Hab Frieden gewählt statt weiter zu klagen Hab anderen vergeben, ohne sie zu bitten Und mir selbst für das, was ich zugelassen habe Es musste alles geschehen, jeder Moment Es gibt keine Zufälle, nichts, was man „Pech“ nennt Ich bin dankbar für jede Erfahrung hier Doch Dankbarkeit ist keine Entschuldigung dafür [Verse 2] Ich hatte nie ein falsches Gesicht Keine Profile, die es eigentlich nicht gibt Kein Verstecken, kein Spiel, kein Trick Schon immer echt, schon immer ich Ich schaue schon lange nicht mehr zurück Suche nichts, lese nichts, halte mich nicht fest Und wenn ich schrieb, dann selten und klar Mit meinem echten Namen, so wie ich war [Pre-Chorus] Keine Masken, keine Rollen Ich musste nie jemand anders sein Was du siehst, war immer real Ungefiltert, ehrlich, klar [Chorus] Ich habe vergeben, ohne zu fragen Gehe in Frieden mit dem, was war und was kam Auch mit dem Schmerz, der geblieben ist Denn er hat mich geformt, nicht zerstört Es musste alles so kommen, wie es kam Auch das Dunkle, auch der Weg, der weh tat Ich bin dankbar für jeden Teil von mir Doch Dankbarkeit macht nichts richtig, was falsch passiert [Bridge] Ich schulde niemandem ein Zeichen Keine Beweise, kein Erklären Ich bin kein Echo aus der Vergangenheit Ich bin Präsenz, Klarheit, Freiheit [Outro] Ich jage nicht Ich renne nicht Ich bleib bei mir – mehr brauch ich nicht Kein Fake, kein Spiel, kein zweites Gesicht Nur ich, Schritt für Schritt Ich geh in Frieden Und das reicht für mich