Tja, in der Tat – Tja, die Jana sagt Ja zu Tatjana. Das ist wahr, na eben, doch es ergeben sich halt Gründe zur Erklärung der möglichen Sünde. Selbst wenn es keine ist – Noch bevor der Pfarrer disst. Ein Präsent wird aus dem Nein, Ohne Reim kommt’s rein, drumherum viel Gequatsch, Drum dies, drum das, drum halt Und weil halt, gut verpackt. Tut mir leid, leider nicht, Eigentlich, unweigerlich, Morgen ja oder danach, halt‘ dann, ruf an. Vielleicht schleicht er weg, erweicht dafür ‘nen and‘ren Geck Nein. Da fehlt nichts. Kein „weil“. Kein „aber“. Keine Fußnote. Nein ist ein ganzer Satz. Nein allein, einfach NEIN! Der Satz ist komplett, komplett ohne Subtext Nein! , einfach komplett Kein Lachen dazu Kein „lass mich in Ruh!“ Nimm das Nein einfach so, Es ist genug so. Auch wenn’s dir nicht passt, Du mich dafür hasst, lass es so stehen, Du glaubst es nicht, du fasst es nicht, Enttäuschung steht in dei‘ nm Gesicht. Nicht mein Fehler, geh zu deinem Hehler. Deine Sucht nach meinem , „Ja!“ befriedigt du lieber da, ist leichter da. Nein ist ein ganzer Satz. Nein allein, einfach NEIN! Ich sagte Ja, wenn ich Nein dachte, der andre lachte Blieb, wenn ich gehen wollte, besser sollte. Half, obwohl ich längst keine Kraft mehr hatte, Muskeln wie Watte. Und nannte es Rücksicht. War aber Kurzsicht. Verwunderbar, kaum vorstellbar. Rücksicht auf wen? Im Office heißt es: Boss, kannst de ma? Nein ist ein ganzer Satz. Nein allein, einfach NEIN! Da ist ein kleines Problem. Der Kunde erwartet ne Lösung, Da hat einer nen gelben Schein Kannst du das übernehmen? Kannst du das klären? Kannst du entscheiden? Und natürlich kann ich. Ich bin der Boss. Am Ende trage ich die Verantwortung, geht’s um mein Geld, als einsamer Held Aber Verantwortung heißt nicht, Meine alleine , nur für meine Beine, Alle Probleme sind bei mir zu Hause, feiern eine Sause Jede kleine Bitte wird zu einem Befehl für mich. NEIN! Es ist ne Aufgabe für dich. Oder für morgen oder garnich. Nein, nein, Nein ist ein ganzer Satz. Nein allein, einfach NEIN! Ich kann ziemlich viel, in diesem Spiel. Euer Kalkül, meine Energie und mein Lebensgefühl scherte euch nie. Ihr warten frei , ich außerhalb meines eigenen Lebens und kam ich nicht weit, nie für mich Zeit, keine Zeit, Lebenszeit! Nein ist ein ganzer Satz. Nein allein, einfach NEIN! Und? Siehst du? Die Welt dreht sich noch. Die Firma steht noch. Der Kunde lebt noch Die Familie am Ende auch Kein Blitz und Donner, kein Weltuntergang Nein ist ein ganzer Satz. Nicht gegen dich. Für mich. Und vielleicht bist du sauer. Vielleicht enttäuscht. Vielleicht erzählst du anderen, ich hätte mich verändert, dich getäuscht. Stimmt. Hoffentlich. Denn jedes Nein, das ich heute ehrlich sage, erspart mir ein Ja, für das ich mich morgen hasse, weil ich mich selber täusche, mich selbst enttäusche. Nein zu „Du könntest doch wenigstens“. Nein zu „Du bist doch der Chef“. Nein zu „Wir sind doch Familie“. Nein zu „Nur dieses eine Mal“. Und ganz besonders: Nein zu dem Gedanken, dass ich ein schlechter Mensch bin, nur weil ich nicht mehr für jeden verfügbar bin. Ich darf Nein sagen und dich trotzdem mögen. Ich darf Nein sagen und trotzdem für dich da sein. Ich darf Boss sein, ohne alles selbst zu tragen. Ich darf Nein sagen, ohne einen besseren Grund zu haben als: Ich will nicht. Nein ist ein ganzer Satz. Keine Rechtfertigung. Keine Entschuldigung. Keine Verhandlung. Nein. Und wenn sich das am Anfang ungewohnt hart anhört, liegt es vielleicht nicht daran, dass mein Nein zu hart ist. Vielleicht war mein Ja nur viel zu lange Zu billig, ich zu willig. Statt ja na steht jetzt nein da. Nein ist ein ganzer Satz. Nein ist ein ganzer Satz. Nein!


