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“WEIßER WEG”

Ich fühle mich unglaublich stark, Ich spüre eine unbegreifliche Macht, Ich fühle eine faszinierende Euphorie, Eine berauschende Freude am Leben. Ich spüre die Kraft, die meine Brust zerreißt, Die Macht unvorstellbarer Zufriedenheit. Ich fühle einen erstaunlichen Energieschub, Ein überwältigendes Gefühl von Sicherheit. …Und dann ist es, als würde mich jemand Mit eiskaltem Wasser übergießen, Das an meinem Körper hinabfließt Und das wundervolle Gefühl des Glücks fortspült, Dieses kostbare Gefühl von Selbstwert. …Und später löschen gnadenlose Hände Das große Feuer der Energie in mir, Ein Feuer, das sich selbst genährt hat, Ein unerschöpfliches Lager aus Kraft und Macht. Jetzt fühle ich eine seltsame Angst Und eine immer größer werdende Unsicherheit. Ich spüre harte Schläge der Gereiztheit, Eine erdrückende, schmerzhafte Wut, Eine mit voller Wucht heranstürmende Hilflosigkeit. Ich fühle eine traurige, dumpfe Verzweiflung! Ich habe Angst! Das Entsetzen schnürt mir die Kehle zu, Die Niedergeschlagenheit verletzt mich bis aufs Blut, Und das Gefühl der Minderwertigkeit schlägt mit Fäusten auf mich ein. Irgendwo habe ich das Zeitgefühl verloren… Als würde Zeit überhaupt nicht existieren. Ich sehe Sonne und Mond… Ich lebe an der Grenze zwischen Licht und Dunkelheit… Ich höre das Donnern der Zugräder… Und atme den Geruch abgestandener Luft. …Heute bin ich der Schatten des Windes… Die Grenze zwischen Sein und Nichts… Heute bin ich… oder vielleicht auch nicht… Und nur der Schrei der Abhängigkeit durchschneidet die Stille…