
[Verse 1] Draußen tanzt der Herbst im goldnen Kleid, Blätter schweben, alles schreit: „Mach doch heute frei!“ Doch ich hock hier, vor Zoom gefangen, mit PowerPoint und bleichen Wangen. Ein Dozent spricht, als wär’s neu und unbekannt. über Themen gegen meinen Verstand. Ich denk nur still: „Mein Gott, ist das zäh, schick mir doch ne PDF.“ [Chorus] Bla bla bla, sie reden sich heiß, mich interessiert es einen scheiß. Ich nick mit leerem Blick, träum vom Apfelkuchenstück. Bla bla bla, ich scroll durch den Chat, und denk mir heimlich: „abschalten wär jetzt nett?“ Ich wär so gern im Sonnenschein, doch Zoom sperrt mich in Kacheln ein. [Verse 2] Die Kamera an, das Mikro stumm, ich tu so klug und schau so dumm. Einer labert seit zehn Minuten, über Dinge, die mich gar nicht jucken. Ich male Drachen auf mein Blatt, und hoff, dass keiner Fragen hat. Wenn sie mich plötzlich drannehmen, kann ich nur stammeln und mich nicht benehmen. [Chorus] Bla bla bla, sie reden sich heiß, ich denk nur „Oh nein, noch ’n Kreis!“ „Diskussion im Breakout-Room“, mein Hirn geht fliegen aus dem Zoom. Bla bla bla, der Tag zieht sich hin, mein Kaffee macht jetzt auch kein Sinn. Ich würd so gern die Welt sehen, statt Folienseite Nummer zehn. [Bridge] Vielleicht lern ich ja heute was – Geduld und stilles Leiden, krass. [outro/Chorus] bla,bla,bla der Herbst ruft mich raus. ich Klick mich raus, ganz leise, aus Verbindung schlecht echt

