Denen, die so gerne schwärmen Von der Liebe "heißem Weh", Die da „einsam sind“, „sich härmen“, Auch beim tollsten Assemblee, Die von stillen Tränen singen, Von dem „pfei-ldurchbohrten Herz“, Will ich ein Rezept jetzt bringen Für ein Lied vom „Liebesschmerz“: Paradies und Abendsonne, Himmlisch süß und Maienwonne, Weicher Schmelz der Philomele, Schmachtend Sehnen, Rausch der Seele. Luna mit dem sanften Scheine Heilge Ruh im dunklen Haine, Glanz der Sterne, Blumendüfte, Blaue Ferne, Zehphirlüfte. Hier des Gartens dunkle Laube, Dort die zartbeschwingte Taube, Bei den Ranken, die da schwanken, Die da lächeln, Kühlung fächeln, Unter süßem Kosen, Bei den losen Rosen. Theobald und Thee-u-delinde, Arm in Arm, liebeswarm, Mondenschein und Abendwinde, Und zuletzt ein langer Kuss,– Gibt ein Lied, dass rühren muss!