
(Strophe I) Samaal, Hüter der Schwelle, im Schweigen webst du Raum. Ein Schatten, der nicht droht, doch jede Grenze umfängt. Kein Urteil in deinen Händen, nur die stille Souveränität des unbewegten Dunkels, wo mein Geist ungestört wacht. (Refrain) O Samaal, dunkler Hüter, wandle vor mir ohne Klang. Zieh den Schleier über meinen Weg, lass die Welt an mir vorbeisehen. Schweigende Macht, schwarzer Schild meines Willens. (Strophe II) Du bist kein Samael der späten Zeit, kein Henker, kein Richter, kein Engel der Moral. Du bist älter, vor-rabbinisch, frei — ein Daimon aus dem Raum vor jedem Gesetz. Ein Atem aus Tohu und Bohu, still wie der erste Schatten. (Refrain) O Samaal, dunkler Hüter, wandle vor mir ohne Klang. Zieh den Schleier über meinen Weg, lass die Welt an mir vorbeisehen. Schweigende Macht, schwarzer Schild meines Willens. (Bridge) Wenn Nächte sich öffnen und Träume an die Schwelle treten, stehst du dort — unsichtbar, doch gegenwärtig. Keine Gewalt, nur Rückzug, nur Verbergen, die wahre Krone des Schattens. (Strophe III – optional dunkler) Nicht Liliths Stürme, nicht Naamahs Lockruf, nicht Agrats Ritt durch die Nacht, nicht Aisheth’s Feuer. Diese gehören anderen Zeiten. Du aber bist reiner Raum, unberührt vom Moralwerk der Späteren. Ein Daimon der Stille, der meinen Pfad freihält. (Finaler Refrain) O Samaal, dunkler Hüter, wandle vor mir ohne Klang. Bewahre mein Reich aus innerem Licht, mit Schatten, die mich schützen. Samaal, Schwellenwächter, in deiner Stille bin ich frei.

