Vorwort Ih könnt einfach nur Zweitausendzwölf drüberschreiben, aber wos is damit gsogt, ned recht vui. Für de oana is mit Zweitausendzwölf der Untergang verbunden und bei manche werd des sicherlich bittere Realtität. Ma hätts eahna scho seit Jahren song kenna, wo des hinführn werd und hätt ma gsogt, Zweitausendzwölf do werd`s dich in den Untergang ziahng, do hätt ma zurecht song kenna, weshoib ahgrad Zweitausendzwölf ? Ja mei, weil`s hoid ahgrad nach zweitausendelf kimmt und im Jahr Zweitausendzwölf hod ma sich denkt, koa Jahr mehr. Im Ganzen vom Untergang z`redn is sehr gewagt und in meim Kalender der Weltgeschichte steht scho a Endpunkt genauso wia a Anfang drin steht und vui dazwischen. Aber des Aber mecht ih sehr betonen, in dem Kalender stehn koane Tage, Monate und Jahre. Ja genau wer Tag und Stunden song mecht, der oder ah de und wenns olle woin, es sand foische Propheten. Oh da ham mia des Wort Prophet. Oiso ih hoit`s mit der oidn Weisheit, wenn oana moant wos zu wissen oder no genaua song mecht, wos do kimmt, dann soi ma den Propheten an der Erfüllung an seiner Prophetie messen. Lauter foische Propheten landauf und übers Land, der foischen Propheten is de Welt voi. Do denk ih wieder an Zweitausendzwölf. Heut am ziemlichen Anfang des Jahres bin ih song ma moi für des offen wos do kimmt, aber wieder dieses Aber... Aber is für mich des Unwort schlechthin. Ih hob immer den Spielplan der Menschheit im Hinterblick, s´geht auf s Ende zua und darein immer fest im Blick die, ja die Frohe Botschaft, die ma garned groß gnuag macha ko. Dabei bleibt`s doch so intim, dass ma diese Botschaft nur im Ziel des Individuums, oiso sie, er oder den do widerspiegeln ko. Wia wunderbar, z`wissen, irgendwia is ois auf m Weg zum Friedhof und doch derf a Hoffnung für Lebendige über eahnan Tod nausgehend gegeben wern. Lange Rede kurzer Sinn, ih red vom Jesus der Bibel und den unzähligen foischen Propheten der Verirrungen und den vielen Kleinigkeiten, de so passiern und so ganz alltäglich bleim. Zweitausendzwölf hod aus meiner Sicht mich nötig, ganz schön anmaßend, aber ih wag zu behaupten, und des behaupt ih seit fast dreißig Jahren, es gibt koan bayerischen Dichter der die Welt zwischen Gott und Welt und wieder sich beschreibt und eben nirgendwo dabei is, wo ma na ja drüber song kannt, schönes Jahr Zweitausendzwölf, bietet sich zu überleben an. Roland, ah boarischer Dichter