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Déjà-vu – Schon einmal hier

DÉJÀ-VU – SCHON EINMAL HIER [Intro – geflüstert] Ein alter Weg. Ein fremder Ort. Und plötzlich weiß ich, was hinter der nächsten Mauer liegt. Woher? [Verse 1] Ich geh durch Gassen aus altem Stein, hier dürfte nichts vertraut mir sein. Ein Tor, ein Brunnen, schweres Holz, über den Dächern ragt ein Turm so stolz. Die Glocke schlägt, der Abend fällt, Nebel zieht langsam über das Feld. Ich kenn den Weg, bevor ich ihn geh, weiß, hinter der Mauer steht eine alte Allee. Doch ich war niemals hier. [Pre-Chorus] War es ein Traum vor langer Zeit? Eine Spur aus der Vergangenheit? Oder trägt jeder Schritt von mir eine Erinnerung bis hier? [Chorus] Déjà-vu – schon einmal hier, zwischen gestern und heute öffnet sich eine Tür. Ein Glockenschlag, ein Feuer, ein Wind, Bilder, die älter als Erinnerungen sind. Déjà-vu – für einen Moment wird etwas Fremdes plötzlich bekannt. Als hätte die Zeit ihre Spuren verloren und dieser Augenblick wäre zweimal geboren. [Verse 2] Ein Waldweg führt hinauf zum Stein, ich weiß, dort muss eine Ruine sein. Noch kann ich keine Mauern seh’n, doch weiß ich schon, wo ihre Fenster steh’n. Der Wind zieht kalt durch altes Gemäuer, ich rieche Holz und irgendwo Feuer. Ein Rabe steigt über den Bäumen empor, und plötzlich seh ich Bilder von früher davor. Pferdehufe auf nassem Stein, Fackeln werfen flackernden Schein. Stimmen irgendwo hinter dem Tor – Dann blinzel ich. Und alles ist fort. [Chorus] Déjà-vu – schon einmal hier, doch keine Erinnerung gehört zu mir. Der gleiche Wind, derselbe Klang, als läge dazwischen ein Leben lang. Déjà-vu – die Zeit wird still, als wollte sie zeigen, was keiner sehen will. Nur einen Herzschlag öffnet sich die Tür – und ich weiß: Ich kenne diesen Ort hier. [Verse 3] Manchmal ist es nur ein alter Raum, eine Melodie oder nachts ein Traum. Der Duft von Wachs, ein knarrender Boden, Regen auf Steinen, mit Moos überwoben. Eine Wendeltreppe führt nach oben, ich weiß es, bevor ich sie seh. Drei Stufen weiter fehlt ein Stück – und tatsächlich. Genau dort bricht der Stein zurück. Wie kann man etwas wiedererkennen, das man niemals vorher sah? Wie kann Erinnerung etwas erzählen, das niemals Vergangenheit war? [Bridge – ruhig, mystisch] Vielleicht vergisst die Seele weniger als der Verstand. Vielleicht bleiben manche Orte irgendwo in uns gebrannt. Vielleicht gehen wir Wege wieder, ohne zu wissen, wann wir sie verließen. Oder Zeit ist nur ein Kreis und wir begegnen manchen Augenblicken wieder. [Instrumental – Flöte / Streicher / Trommeln] [Final Chorus] Déjà-vu – schon einmal hier, zwischen Jahrhunderten öffnet sich die Tür. Fackelschein auf uraltem Stein, für einen Moment scheint gestern heute zu sein. Déjà-vu – dann ist es vorbei, der Wind zieht weiter und die Gegenwart ist frei. Nur dieses Gefühl bleibt tief in mir: Ich war noch niemals hier … und trotzdem kenn ich den Weg von hier. [Outro – geflüstert] Die Glocke schlägt. Der Nebel zieht. Die Tür fällt zu. Bis zum nächsten … Déjà-vu.