
Lyrics: Die Gardinen zucken im Licht Ihr Name fällt – man nur leise über sie spricht: ...zu jung. ...zu still. ...zu kalt geblieben. Ihr Mann im Bett. ein letzter Atem. Ein grosses Haus, ein schöner Garten. Sie trägt weiß, doch keiner kann es glauben, das schnelle Ende und diese ruhigen Augen. Schwarze Witwe – kaltes Grab Schwarze Witwe – wir kennen deine Tat Du schweigst – wir sprechen Deine Taten werden sich rächen! die Leute verstummen, wenn sie erscheint, ihr kalter Blick, sie hat nie geweint. Sie hatte Zugang. Sie wusste wie. Doch die Justiz verschonte sie. Sie wirkt gar stolz, wenn sie heimwärts geht... Sie ist keine von uns – zu ruhig, hat uns verschmäht. Nicht offen böse – nur angewidert still, So eine Frau – die tut, was sie will! Schwarze Witwe – kaltes Grab Schwarze Witwe – wir kennen deine Tat Du schweigst – wir sprechen Deine Taten werden sich rächen! ich hab ihn nur gehalten – bis sein letzter Atem ging er war schon fort – bevor der Morgen kam ich hör ihn nachts noch husten – im leeren Raum ich wollte niemandem – etwas Böses aber wer fragt schon eine tote Frau? Sie zieht die Vorhänge schon tagsüber zu. Nicht weil sie Schuld trägt – sie findet keine ruh. Der Tisch bleibt leer, sein Stuhl noch dort, Sie kaut auf trockenem Brot – niemand mehr hier, der sich um sie sorgt. Sie wäscht sein Kissen – riecht ihn nicht mehr Der Spiegel zeigt eine Frau, kraftlos und leer. Das Krankenhaus hat sie längst vergessen, nur an Gerüchten wird sie noch gemessen. Die Finger klammern sich an nichts mehr Sie schmeckt die Stille – bitter und schwer. Von der Gesellschaft herausgedrängt, Am nächsten Tag – Sie von der Decke hängt. Auf dem Tisch lag ein Brief – ihre letzte Handschrift: „Ich habe ihn geliebt! Doch eure Hetze hat mich besiegt. Viele Leben habe ich gerettet... ...aber ihr habt mich getötet!“ Schwarze Witwe, in ihrem kalten Grab Schwarze Witwe, wir Zwangen dich zur Tat Du schwiegst – wir sprachen Worte die wie Messer stachen!

