
Eines Tages tauchte der Teufel bei mir auf, seine Stimme uralt, sein Atem wie die Nacht. Er lockte mich nicht mit Feuer, Gold oder einem Thron, sondern mit einem Spiegel aus schwarzem Lohn. “Sieh hinein, erkenne dein Licht,” forderte er, “und entscheide, was davon bricht. Gib mir ein Wort, nur einen Schwur, und ich öffne dir die andere Spur.” Neugierig fragte ich: “Was liegt dahinter?” Er grinste, und der Himmel verdunkelte sich. “Dort liegt dein Lied, das nie erklang, dort schreit dein Herz, das nie zersprang.” Ich griff nach dem Spiegel, doch sah mich selbst nicht mehr. Nur Schatten, Erinnerungen, schimmernd und leer. Ein Kind mit Flügeln, das ohne Ziel fiel, ein Mann mit Krallen, der im Profil tanzte. Wiederholte er: “Sieh hinein, erkenne dein Licht, und entscheide, was davon bricht. Gib mir ein Wort, nur einen Schwur, und ich öffne dir die andere Spur.” Ich sagte: “Wenn Wahrheit der Preis ist, bin ich bereit.” Er nickte – und es war Mitternacht. Der Spiegel zersprang, das Licht war fort, und ich ging mit ihm an einen dunklen Ort. Nicht als Knecht, nicht als Held – nur als der, der gewählt hat, was zählt.

