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Verlaufen im Wald (Hexenlicht und andere Wahrheiten)

[Strophe 1 – Auktoriale Erzählung]
 Zwei Kinder, kaum älter als Hoffnung und Not,
zog man hinaus – ganz ohne ein Brot.
Die Eltern daheim, voll Gier und voll Last,
sahen nur Münder – nicht kindliche Rast. Der Wald war kein Märchen, kein Ort voller Duft,
er atmete Moos, Verachtung und Gruft.
Doch mitten im Dunkel, fern jeder Stadt,
wohnte die Frau, die noch ein Herz hat. [Refrain]
 🎶
Und Frösche und Kröten verliefen sich im Wald,
sie quakten von Schuld – doch die Wahrheit war alt.
Die Hexe, die kochte nur Suppe und Tee –
die Kinder, sie blieben – sie tat ihnen nicht weh.
🎶 [Strophe 2 – Perspektive der Frau] 
"Ich sah ihre Rippen, ich hörte ihr Schweigen,
sie kamen zum Haus, durch zitternde Zweige.
Kein Süßes am Dach, nur Licht in der Nacht,
kein Käfig, kein Ofen – nur Feuer, das lacht.“" Ich nähte die Wunden, ich teilte mein Brot,
sie lernten zu spielen, vergaßen die Not.
Doch draußen, im Dorf, spinnt man weiter das Netz –
vom Knusperhaus-Horror, von Hexen besetzt.“ [Bridge – gesprochen, düster mit spöttischem Unterton]
Jene, die die Kinder verstoßen aus Gier,
sind heut unsere Helden – im Märchenpapier.
Und jene, die halfen, sind Feindbild geblieben –
weil Menschen eben lieber lügen statt lieben. [Refrain – Variiert]
 🎶
Und Frösche und Kröten verliefen sich im Wald,
sie suchten ein Monster – die Wahrheit ließ sie kalt.
Die Hexe, sie lachte und sagte nur leis:
„Die Wahrheit zu sagen hat oft seinen Preis.“
🎶 [Outro – bitterbös und herrlich zweideutig]
 Und so ging die Geschichte… ganz anders als gedacht.
Manch einer hat eben lieber Angst als echte Macht. Hänsel und Gretel gingen jedenfalls nicht nach Haus
(Ooooooooo) Und die Frösche und Kröten……. die gingen flöten.