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Wenn mich keiner sieht [STTZ Challenge Wall 2]

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V5.5

♩♪♫♬ ¸¸.•*¨*•♫♪¸¸.•*¨*•♫♪♩♪♫♬ ¸¸.•*¨*•♫♪¸¸.•*¨*•♫♪ Beyond the Image - Challenge Wall Betrachte ein Bild und schreibe ein Lied. Jemand anderes betrachtet das selbe Bild und es entsteht ein ganz anderes Lied. Denn wir haben alle einen anderen Blickwinkel auf die Dinge des Lebens. Geprägt durch Erfahrungen, Erziehung und Erlebtes. Schaue mit... Beyond the Image... Dieses ist meine Interpretation ⊱✿ ✿⊰ ♩♪♫♬ ¸¸.•*¨*•♫♪¸¸.•*¨*•♫♪♩♪♫♬ ¸¸.•*¨*•♫♪¸¸.•*¨*•♫♪ [Intro] Sitz gerade. Sei höflich. Sprich nicht so laut. Fall nicht auf. Mach keinen Ärger. Beherrsch dich. Ich hab das gut gelernt. Sehr gut sogar. [Strophe 1] Ich weiß, wann man besser schweigt, wann ein Lächeln reicht. Ich weiß, wie man sich kleiner macht, damit man nirgends aneckt. Die Hände ruhig auf dem Tisch. Die Stimme einen Ton zu leise. Nicht zu viel wollen. Nicht zu viel sein. So sieht man mich. Und niemand fragt, was unter meiner Haut passiert. [Pre-Chorus] Denn da ist etwas. Schon immer. Es läuft barfuß durch meinen Kopf, dreht die Musik viel zu laut und wartet darauf, dass endlich die Tür ins Schloss fällt. [Refrain] WENN MICH KEINER SIEHT, dann flieg ich durch die Zimmer! Ich dreh mich, bis mir schwindlig wird, sing viel zu hoch, lach viel zu laut, spring auf dem kalten Küchenboden! Wenn mich keiner sieht, gehört der ganze Raum mir. Dann muss ich niemandem gefall’n. Dann bin ich nicht vernünftig, nicht angepasst, nicht angenehm – dann bin ich alles auf einmal! [Break] Und wenn jemand klingelt … bin ich wieder still. [Strophe 2] Ich kann mich wunderbar benehmen. Kann warten, nicken, funktionieren. Kann meine Sätze vorher prüfen und Gefühle ordentlich sortieren. Ich kenne meinen Platz am Tisch. Ich kenne jede alte Regel. Nur manchmal seh ich mich im dunklen Fenster – und hinter meinem Spiegelbild tanzt eine Frau, die sich an keine davon hält. [Interlude] Sie sitzt auf meinem Kühlschrank. Steckt im Glas der Küchentür. Tanzt zwischen Licht und Dunkelheit und grinst mich an: „Na los. Wir sind allein.“ [Refrain] WENN MICH KEINER SIEHT, reiß ich die Fenster auf! Ich sing gegen die Wände, bis der letzte brave Satz aus meinem Kopf verschwunden ist. Ich schüttel meine Haare, spring aufs Sofa, tanze schlecht und völlig egal, ich stampfe, drehe, schreie, lache – und für ein paar Minuten muss ich mich nicht kleiner machen! [Bridge] Man hat mir beigebracht, mich zusammenzunehmen. Dabei will ich einfach nur fliegen! Nicht aufzufallen. Dabei bin ich voller Farben! Meine Stimme zu senken. Dabei hab ich so viel zu singen! Mich zu beherrschen. Aber ich bin kein stilles Wasser. Ich bin nur ein Vulkan, der gelernt hat, brav bei Tisch zu sitzen. [Instrumental] [Refrain] Wenn mich keiner sieht, bin ich nicht plötzlich jemand anders. Vielleicht bin ich dann zum ersten Mal ganz ICH. Die Frau am Tisch. Die Frau im Fenster. Die, die schweigt. Die, die singt. Die Vernünftige. Die Wilde. Ich will keine von beiden verlieren. Vielleicht kommt irgendwann der Tag, an dem ich nicht mehr warten muss, bis alle gegangen sind. Vielleicht tanz ich dann mitten auf der Straße, ob jemand zusieht oder nicht. [Outro] Sitz gerade. Sei höflich. Sprich nicht so laut. … oder auch nicht. ... oder auch nicht. Ich fühle mich FREI [End]