
"In jenen Tagen, als die Schatten lernten, gierig zu werden und das Licht aus den Winkeln der Welt zu fressen, da lag ein Reich namens Arcalot im Fieber. Die Umbra-Invasion, eine schleichende Krankheit, hatte das Land befallen, und die Erde selbst schien unter ihrem Pesthauch zu ächzen. Die Hoffnung war nur noch eine dünne Glut, um die sich die Verzweifelten drängten. Doch ein Name wurde wie ein Fluch für die Finsternis geflüstert: OmOzzO. Er war nicht irgendein König des glänzenden Goldes, sondern der große Vorsitzende, dessen Wille härter war als jeder Amboss. Er sah nicht nur das Dunkel, das kam, sondern das Licht, das bleiben musste. An seiner Seite, in einem Hüttchen, das nach Kräutern und alter Erde roch, wachte die weise Lady Baba Jaga. Sie war es, die die Wunden der Seele ebenso wie die des Leibes schloss. Wenn die besten Krieger mit gebrochenem Mut zurückkehrten, war es ihr Wort, das sie wieder aufrichtete, und ihr Tee, der das Feuer in ihren Adern neu entfachte. 'Ein Held fällt nicht, wenn sein Körper versagt,' pflegte sie zu OmOzzO zu sagen, 'sondern wenn sein Wille bricht. ... Und Eurer ist aus Stahl, Großer Vorsitzender.' Fünf Schädel des Schicksals stehen gegen sie. Unzählige Male hatten die Armeen von Arcalot ihre Banner im Staub versinken sehen. Die Schwärme der Vorboten waren eine Flut, die alles zu ertränken drohte. Doch nach jeder Niederlage stand OmOzzO zwischen den Seinen, sein Gesicht eine Maske aus Entschlossenheit. Er zählte nicht die Verluste, er sammelte die Lehren. Er sah die Muster in der Finsternis, die sonst niemand erkannte. Und so bereiten sie sich erneut vor. Während die Welt zittert, bleibt OmOzzOs Hand ruhig. Er ist die letzte Fackel in der Nacht von Arcalot. Und diese Fackel, so flüstert man, brennt nicht mit Holz oder Öl, sondern mit einem Trotz, den selbst die Schatten fürchten lernen werden. Denn die größte Geschichte ist die, deren Ende noch im Feuer des Mutes geschmiedet wird."

