[Spoken narration. No singing. Intimate, low female voice. Slightly raspy, warm and reflective. Gentle melancholy, slowly becoming hopeful. Subtle medieval ambient music follows the mood.] [Long pause.] Eine Hochzeit. [Small amused breath.] Nicht meine. Natürlich nicht. [Pause.] Merisiel hatte eine menschliche Klerikerin kennengelernt. Kyra. Sie war noch in ihrer Ausbildung, als die beiden sich begegneten. Und irgendwann… [Pause.] …verliebte Merisiel sich. Wirklich. [Quiet amused breath.] Ich war ehrlich gesagt überrascht. Nicht, dass Merisiel sich verlieben konnte. Sondern dass überhaupt jemand lange genug mit ihr auskam, um es so weit kommen zu lassen. [Small pause.] Ich habe ihr das natürlich nie so gesagt. [Quiet laugh.] Zumindest nicht oft. [Pause.] Die Jahre veränderten sich. Unsere Wege wurden ruhiger. Merisiel verbrachte immer mehr Zeit mit Kyra. Und ich merkte, dass etwas zwischen uns anders geworden war. Nicht schlechter. Nur… [Pause.] …anders. [Long pause.] Das ist das Schwierige an langen Freundschaften. Manchmal endet nichts. Manchmal geht einfach etwas weiter. Nur nicht mehr gemeinsam. [Pause.] Am Tag ihrer Hochzeit stand ich bei ihr. Ich sah sie an und dachte daran, wie wir uns kennengelernt hatten. Sie, umringt von Wachen. Ich, die den Wachen erklärte, dass sie vielleicht doch lieber gehen sollten. [Small amused breath.] Eine ziemlich gute Grundlage für eine fünfzehnjährige Freundschaft. [Pause.] Ich war glücklich für sie. Wirklich. [Long pause.] Und trotzdem wusste ich, was ich tun musste. Ich würde wieder allein weiterziehen. [Pause.] Ich wollte neue Orte sehen. Neue Abenteuer erleben. Vielleicht sogar herausfinden, was diese Stimme wirklich von mir wollte. Oder zumindest herausfinden, wohin sie mich führte. [Short pause.] Also verabschiedete ich mich. [Long pause.] Merisiel wollte, dass ich blieb. Ich glaube, ein Teil von ihr hoffte, dass ich irgendwann zurückkommen würde. Vielleicht tat ich das auch. [Pause.] Aber manche Wege muss man alleine gehen. [Long pause.] Als ich die Stadt verließ, war ich einhundertvierundzwanzig Jahre alt. Ich blieb noch einmal stehen. [Pause.] Ich sah zurück. Und ich dachte an mein Leben. An Ilorien. An das Dorf im Aschewald. An die Nacht, in der ich alles verlor. An Gukdalma. An meinen Clan. An Bahl. An all die Menschen, Elfen und Orks, die irgendwann Teil meines Lebens gewesen waren. [Long pause.] Und plötzlich wurde mir etwas klar. [Short pause.] Ich war noch hier. [Long pause.] So viele Dinge hatten versucht, mich zu zerbrechen. Die Angst. Die Einsamkeit. Die Stimmen. Die Vettel. Die Menschen, die mich verstoßen hatten. Und trotzdem war ich noch hier. [Pause.] Ich war nicht böse geworden. Zumindest nicht ganz. [Small amused breath.] Ich bin sicher, einige würden darüber diskutieren. [Pause.] Aber ich wusste, warum. Wegen all dieser Menschen. All dieser Freunde. Sie hatten mich immer wieder daran erinnert, dass ich mehr war als das, was in mir lauerte. [Long pause.] Vielleicht war das meine größte Stärke. Nicht die Magie. Nicht die Knochen. Nicht meine Klauen. Nicht einmal Bahl. [Pause.] Es waren die Menschen, die geblieben waren. [Long pause.] Diejenigen, die mich angesehen hatten… …und trotzdem geblieben waren. [Pause.] Ilorien. Gukdalma. Mein Clan. Merisiel. Kyra. [Long pause.] Sie alle hatten einen Teil von mir gerettet. Vielleicht wussten sie es nicht einmal. [Pause.] Und so ging ich weiter. Allein. Aber nicht einsam. [Long pause.] [The music slowly becomes warmer and more hopeful.] Ich wusste damals noch nicht, wohin mein Weg führen würde. Ich wusste nicht, welche Abenteuer noch vor mir lagen. Ich wusste nicht, welche Menschen ich noch kennenlernen würde. Und ich wusste ganz sicher nicht… [Very quiet.] …dass das Flüstern der Vettel noch immer nicht endgültig verstummt war. [Long pause.] Es kroch manchmal noch immer unter meiner Haut hervor. [Long silence.] Aber ich hatte gelernt, damit zu leben. [Softly.] Ich war Neshka. Und meine Geschichte… [Long pause.] …war noch lange nicht zu Ende. [Pause.] Ilorien. Gukdalma. Mein Clan. Merisiel. Kyra. [Long pause.] Sie alle hatten einen Teil von mir gerettet. Vielleicht wussten sie es nicht einmal. [Pause.] Und so ging ich weiter. Allein. Aber nicht einsam. [Long pause.] [The music slowly becomes warmer and more hopeful.] Ich wusste damals noch nicht, wohin mein Weg führen würde. Ich wusste nicht, welche Abenteuer noch vor mir lagen. Ich wusste nicht, welche Menschen ich noch kennenlernen würde. Und ich wusste ganz sicher nicht… [Very quiet.] …dass das Flüstern der Vettel noch immer nicht endgültig verstummt war. [Long pause.] Es kroch manchmal noch immer unter meiner Haut hervor. [Long silence.] Aber ich hatte gelernt, damit zu leben. [Softly.] Ich war Neshka. Und meine Geschichte… [Long pause.] …war noch lange nicht zu Ende.