Song Cover Image

Schlaf, mein Bruno, schlaf ganz tief

+ Show full styles

Bruno... Komm zurück unter die Decke. Die Nacht schaut schon durchs Schlüsselloch. Die Pfleger haben heut gelächelt, als ich deinen Namen sagte. Sie tun immer so, als wärst Du nur eine Illusion, die mich plagte. Doch ich seh die kleinen Pfoten auf dem kalten Fenstersims. Und die Körner, die verschwinden, wenn du nachts spazieren gehst. Leise... Ganz leise... Die Wände sollen uns nicht hören. Schlaf, mein Bruno, schlaf ganz tief, bis der Morgen uns vergibt. Wenn die Stimmen wieder kommen, halt ich dich in meinem Lied. Schlaf, mein Bruno, schlaf ganz sacht, draußen wartet schon die Nacht. Und die Augen in den Ritzen werden müde, irgendwann. Zimmer sieben flüstert heimlich, dass der Mond im Waschraum wohnt. Und die Schatten auf dem Boden tragen Mäntel ohne Kopf. Aber du hast keine Angst mehr, du bist mutiger als ich. Du versteckst dich in den Träumen, wenn das Licht zu flimmern beginnt. Bruno... Warum sitzt du auf dem Schrank? Nein... Bleib dort nicht. Die Frau im Spiegel kennt dich nicht. Sie sagt, du wärst nie hier gewesen. Sie lügt. Sie lügt. Sie lügt. Schlaf, mein Bruno, schlaf ganz tief, bis die Uhren stiller sind. Bis die Flure nicht mehr atmen und das Summen schlafen geht. Schlaf, mein Bruno, kleiner Stern, bleib heut Nacht bei mir so gern. Wenn ich dich nicht mehr entdecken kann, singe ich dich wieder her. Jetzt sind alle Stimmen fort. Fast alle. Bruno? Bruno... Ach, da bist du ja. Gute Nacht.