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Kapitel 1 - Insel der Weite

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Kapitel I Der Fels [Spoken narration – slow mystical storyteller voice – no singing] Weit draußen im kalten Atlantik, dort wo der Wind über das Meer zieht und die Wellen seit Jahrtausenden gegen dunkle Klippen schlagen, liegt eine Insel aus Stein, Nebel und uralter Erinnerung. Die Menschen nennen sie Skye. Doch die Alten, die den Wind der Highlands wirklich gehört haben, nennen sie anders. Sie nennen sie die Insel der stillen Heimkehr. Seit Generationen erzählen sich Fischer und Wanderer eine Geschichte über diesen Ort. Sie sagen, dass irgendwo am Rand dieser Insel ein Platz existiert, an dem die Welt der Lebenden und die Welt der Seelen einander berühren. Am äußersten Ende der Insel, dort wo die Erde plötzlich endet und der Atlantik in unendlicher Weite beginnt, ragt ein Felsen aus den Klippen. Ein uralter Stein, der jedem Sturm trotzt. Die Brandung schlägt gegen ihn, doch sie kann ihn nicht brechen. Der Wind umheult ihn, doch er bleibt stehen. Die Menschen nennen diesen Ort Neist Point. Doch die Geister kennen seinen wahren Namen. Für sie ist dieser Stein ein Tor. Ein Tor zwischen Erinnerung und Frieden. Denn nicht alle Krieger, die einst in den Schlachten der Welt gefallen sind, fanden Ruhe. Manche Seelen blieben gefangen zwischen Schmerz, zwischen Schuld, zwischen den Erinnerungen an Kämpfe, die längst vergangen sind. Einmal im Jahr öffnet sich für sie ein Pfad. Ein unsichtbarer Weg über Meer und Nebel. Ein Weg, der nur von jenen gefunden werden kann, die ihren Frieden suchen. Und dieser Weg führt immer hierher. Zum Felsen von Skye. Wenn der Nebel aus dem Atlantik aufsteigt und der Wind plötzlich leiser wird, versammeln sich die wandernden Seelen an den Klippen. Sie kommen aus allen Zeiten. Krieger aus vergessenen Schlachten. Matrosen aus versunkenen Schiffen. Wanderer, die ihren letzten Weg niemals vollenden konnten. Sie alle folgen dem Ruf des Felsens. Denn dort, am Rand der Welt, beginnt ihre letzte Reise.