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Kleckerburgen

Wie viele Likes, bis du dich selbst wieder spürst? Neues Auto vor der Tür, Fassade frisch poliert Ich zähl die Quadratmeter, doch das Haus bleibt unmöbliert Innen leer, außen Glanz, Status auf Kredit Jeder Post ein Antrag auf ein bisschen mehr Prestige Bildschirm als Spiegel, doch das Spiegelbild lügt Applaus für die Kulisse, während das Original schweigt Ich scroll durch Gesichter, so viele, keins bleibt Kontakt ohne Kontakt, Nähe, die nichts weiht Wir bauen Kleckerburgen, Sand zwischen den Fingern fein Die nächste Welle kommt bestimmt, das wissen wir – und bauen doch weiter Kein Fundament hält Stand, wenn man das Meer nicht fragt, wohin es fließt Wir bauen weiter, weil das Bauen leichter ist als der Verzicht Bestätigung, Liebe, Zugehörigkeit – das simple Ding Versteckt hinter Statussymbolen, Filtern, jedem Klick Der Mensch als Suchender, verkleidet als Konsument Sucht Nähe im Vergleich, wo Vergleich nur Distanz erzeugt Und die Fragen, die bleiben – Sinn, freier Wille, Kontrolle Kein Beweis, keine Widerlegung, nur die Wahl, was du glaubst Wissenschaft macht halt, wo's subjektiv wird, unvergleichbar Jeder trifft die Setzung selbst, niemand kann sie dir geben Ich häng zwischen Gott und Zufall, so wie du vielleicht auch Nicht die Antwort zählt hier – die Ehrlichkeit, dass ich frag Wir bauen Kleckerburgen, Sand zwischen den Fingern fein Die nächste Welle kommt bestimmt, das wissen wir – und bauen doch weiter Kein Fundament hält Stand, wenn man das Meer nicht fragt, wohin es fließt Wir bauen weiter, weil das Bauen leichter ist als der Verzicht Wie viele Likes, bis du dich selbst wieder spürst? Wie viel Sand, bis du merkst – die Welle war nie das Problem