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Kopfloser ohne Kinderreichtum - 07.10.2004

Kopfloser ohne Kinderreichtum Früher moi war der Kinderreichtum die Zukunft von de kloana Leut, des war wia der Reichtum, den Firmen früher bedeutenderweise über die Mitarbeiter definierten. Heut, wo ois anders is, muass ma`s sich scho zehnmoi überlegen, ob ma sich als Kloana-Leut-Mensch den Reichtum an Kindern ohduat, um damit den Rand der Gesellschaft kenna z´lerna. Kinder sand doch koa Zukunft mehr, man hat die Kinder von der Zukunft abgekoppelt und zum Kosten- und Betreuungsproblemfaktor erklärt. Schön parallel dazu entledigen sich die großen Firmen, ja selbst der Staat als Arbeitgeber, des grundsätzlichen Kapitals, der Mitarbeiter. Welch kranke Köpfe zerstören mit blinder Entledigungswut unsere Grundsubstanz, die das Gesellschaftsleben ausmacht. Die kloana Leut machen mit in diesem Spiel, das sie immer weniger verstehn. Für was überhaupt dann noch Familie? Der Verstand scheint an die materielle Grenze zu kommen, Kinderarmut und Kinderlosigkeit sind die Anreize, die hinter der Polemik dieser Zeit stehen. Um schließlich alle Verwirrtheit perfekt erscheinen zu lassen, redet man schizophrenerweise von der Demographie, dass wir immer älter werden, wir überaltern. Na und, wir brauchen keine Kinder, es kommt doch auch in den Firmen besser an, nicht auch noch an die Kinder zu denken, die die heutigen Kinder bekommen könnten. Was kann man in dieser Verwirrtheit noch ausrichten? Über Kinderreichtum und Firmenmitarbeiterreichtum braucht man nicht zu reden, da ist man gleich verdächtig. „Was man denn möchte? Wahrscheinlich ist man nicht ganz normal, ist doch nicht normal in der Zeit.“