
[Intro] Fünf Uhr achtundfünfzig. Der Flur ist noch still. Ein Spind fällt ins Schloss. Stiefel fest. Antreten! [Verse 1] Kalter Atem vor dem Mund, Koppel sitzt und Stiefel schwer. Einer gähnt noch in der Reihe, einer flucht ganz leise hinterher. Schultern richten, Abstand halten, irgendwo schlägt Metall auf Stein. Noch sind hundert einzelne Schritte hundert Schritte ganz allein. Im Gleichschritt – Marsch! [Pre-Chorus] Der linke Fuß setzt an, die ganze Reihe zieht. Ein Absatz trifft den nächsten und plötzlich stimmt der Beat. [Chorus] Links, zwo, drei, vier! Hundert Stiefel, ein Puls. Links, zwo, drei, vier! Und für einen Moment wird es still in mir. Links, zwo, drei, vier! Kein Gedanke rennt voraus. Nur der Takt, nur der Schritt, und die Straße trägt uns raus. [Post-Chorus] Links! – Zwo! Drei! – Vier! Links! – Zwo! Drei! – Vier! [Verse 2] Durch das Tor und auf die Straße, Morgennebel überm Feld. Riemen ziehen an den Schultern, doch der Rhythmus hält die Welt. Ich kenn sonst jeden Umweg, den mein Kopf noch finden kann. Doch wenn Sohlen sauber schlagen, kommt kein zweiter Gedanke ran. Rechts schwenkt – Marsch! Innen wird der Schritt verkürzt, außen bleibt die Länge mit. Rotte folgt auf Rotte durch den Drehpunkt, keiner verliert den Tritt. Gerade – aus! [Pre-Chorus] Neue Richtung, gleicher Rhythmus, wieder zieht die Reihe klar. Kein großes Denken, keine Umwege – nur der nächste Schritt ist da. [Chorus] Links, zwo, drei, vier! Hundert Stiefel, ein Puls. Links, zwo, drei, vier! Und für einen Moment wird es still in mir. Links, zwo, drei, vier! Kein Gedanke rennt voraus. Nur der Takt, nur der Schritt, und die Straße trägt uns raus. Rührt Euch – ein Lied! Links – zwo! Drei – vier! [Final Chorus] Links, zwo, drei, vier! Jetzt marschiert der Bass mit mir. Links, zwo, drei, vier! Jeder Schlag zieht durch bis hier. Links, zwo, drei, vier! Reihe schließt und Schritt bleibt klar. Kopf voll tausend kleiner Wege – doch für diesen Takt ist nur noch einer da. Abteilung – Halt! ... So still ist es sonst nie. Wegtreten!

