
Des Königs Schloss Es war scho immer so, Könige ham ihre Schlösser baun müassn, so war des immer scho und ollweil hod ma des verstehn müassn. Burgen und Schlösser baun sich ned von selber, damals wia heut, irgendwo muass mas hernehma. Es war scho immer so, de wos braucht ham, hams von dene gnomma, de so guad wia nichts davo ghabt ham. Des Königs Schloss, do songs heut, wennst Eintritt zahlst, derfst da a bisserl wos ohschaun. Des is wia mit des Königs Wegen, seinerzeit host Wegegeld zahlt und heut kratzn sich die Könige die Bärte, braucha dat mas dringend, songs, sogar weil mia denkn, welche Schlösser mia no baun müassatn. Wo sollt mas nur hernehma, wenn ned stehlen, letzteres streichn, wenn ned d`Steuern erhöhn? Die Not drängt doch förmlich, do bleibt doch gar nichts anders übrig. Es war scho immer so, nur für die Untertanen werds als wos Neues verkauft und wias scho immer war, die Schlosshausherren, und seiens auch nur die auf Zeit verpflichteten Schlossherren, ham Vorstellungen von dem wos geht, grad so als bauten sie aus Sicht der kloana Leut am Notwendigsten, wos ma für diese Zeit so braucht. Könige ham hoid immer ihre Schlösser baun müassn, auch wenns as dann nimmer mitkriagt ham, wia vui später von ihrem Größenwahn und Egoismus gsprochn werd. Aber dafür zahln die Leut heut Eintritt und das nicht zu knapp.

