
Oktopoden-Überfall Teil 2
kationsmöglichkeit. Einige Physiker vermuteten quantenbiologische Prozesse. Andere sprachen offen von einer Technologie, die lediglich biologisch wirkte. Im Jahr 2025 trat schließlich eine gemeinsame Erklärung der United Nations an die Öffentlichkeit. Darin hieß es: „Die vorliegenden Daten legen nahe, dass die Gattung Octopoda nicht vollständig terrestrischen Ursprungs ist.“ Die Formulierung war vorsichtig. Doch jeder verstand ihre Bedeutung. Die größte Kränkung für die Menschheit war nicht die Erkenntnis, dass wir nicht allein waren. Es war die Erkenntnis, dass sie die ganze Zeit hier gewesen waren. In unseren Ozeanen. Still. Geduldig. Und uns vermutlich in jeder Hinsicht überlegen. Nicht nur technologisch, sondern geistig. Während Menschen Kriege führten, Grenzen zogen und ihre eigene Biosphäre zerstörten, hatten die O-Ktopoden jahrhundertelang verborgen existiert — laut einigen Forschern bewusst verborgen. Bis wir intelligent genug wurden, um die Muster überhaupt zu bemerken. Oder bis sie entschieden hatten, dass wir es dürfen.

