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Zwischenwelten (New Favorite)

(Verse 1) Ich wachte auf, wo Steine leise singen, wo Moos dem Nebel Namen leiht, ein Schrein, in dem die Jahre ringen um jede Stimme alter Zeit. Ein Fuchs bewacht die stillen Spuren, die ich im Lärm verloren hab, als lägen alle alten Uhren in seinem Blick — und nicht im Grab. Rauch steigt auf in feinen Fäden, als schrieb er Schrift in sanftes Grau, Orakel schaukeln wie Gebete — und über mir: ein Himmel blau. Jemand neigt sich vor dem Torii, als senkte sich die Zeit ins Licht — und meine Unrast, sonst so gierig, verliert ihr Maß und ihr Gewicht. ⸻ (Refrain) Du bist die Welt zwischen Welten, Neonträume, Tempelglocken nah, Ramen-Dampf in stillen Zelten, Wald, wo alter Atem war. Wie im warmen Onsen fließen meine Zweifel fort und weit, und in Japans stillen Wiesen wächst in mir Gelassenheit. ⸻ (Verse 2) Shibuya flutet, Menschenflüsse, Schilder glühn in Manga-Glanz, Gatscha lockt mit grellen Grüßen, Pixelgötter, VR-Tanz. Auf dem Dach ein alter Gärtner zählt die Jahre Blatt für Blatt, Bonsai wird zum stillen Wärter dessen, was Bestand noch hat. Sieben Plätze, warmes Schweigen, eine Schale, Fisch und Reis, Stäbchen, die im Takt sich neigen, Zeit wird still und atmet leis. Wenn die letzten Züge schlafen, bleibt das Lawson-Licht noch wach, müde Schritte finden Hafen und legen ihren Alltag ab. ⸻ (Refrain) Du bist die Welt zwischen Welten, Neonträume, Tempelglocken nah, Ramen-Dampf in stillen Zelten, Wald, wo alter Atem war. Wie im warmen Onsen fließen meine Zweifel fort und weit, und in Japans stillen Wiesen wächst in mir Gelassenheit. ⸻ (Bridge) Onsen wird zum stillen Tempel, Dampf wie Räucherwerk im Raum, jede Pore eine Schwelle, jeder Atem wie ein Traum. Was ich hielt für feste Mauern, wird im warmen Wasser weich, und die Risse meiner Jahre goldne Linien, still und reich. Nicht der Wettlauf meiner Jahre, nicht der Maßstab fremder Sicht, nur die Sehnsucht, die ich wahre, wenn mein altes Bild zerbricht. Mit dem einen offenen Auge blickt Daruma still und sacht, und ich lern in seinem Schweigen, dass Geduld mich stärker macht. ⸻ (Final Chorus) Du bist die Welt zwischen Welten, leiser Atem, tiefer Traum, wo die Regeln nicht mehr gelten, nur das Sein im Zwischenraum. Zwischen Lärm und Zedernschweigen findet mein Gedanke Halt, und die Narben, die sich zeigen, Goldne Linien still und alt. Wenn mein Kompass sich verliert im Getriebe dieser Welt, weiß ich, dass dein Licht mich führt, und mein Innerstes erhält. Hinterm roten Torii-Bogen wird mein Wollen plötzlich klein, und ich geh, von Ruh umwoben, in die alte Heimat ein.