
Lyrics from "Das zerbrochene Ringlein" , Joseph von Eichendorff, 1810 [Strophe 1] In einem kühlen Grunde, da geht ein Mühlenrad. Mein Liebchen ist verschwunden, das dort gewohnet hat. [Refrain] Oh Lieb, oh Treu, wohin? Das Ringlein sprang entzwei. Die Liebe bleibt verloren, wie das Mühlrad immerdrein. [Strophe 2] Sie hat mir Treu versprochen, gab mir ein Ring dabei. Doch hat die Treu gebrochen, das Ringlein sprang entzwei. [Refrain] Oh Lieb, oh Treu, wohin? Das Ringlein sprang entzwei. Die Liebe bleibt verloren, wie das Mühlrad immerdrein. [Strophe 3] Ich möcht' als Spielmann reisen, weit in die Welt hinaus, und singen meine Weisen, und geh'n von Haus zu Haus. [Bridge] Ich möcht' als Reiter fliegen, wohl in die blut'ge Schlacht, um stille Feuer liegen, im Feld bei dunkler Nacht. [Strophe 4] Hör ich das Mühlrad gehen, ich weiß nicht, was ich will. Ich möcht' am liebsten sterben, da wär's auf einmal still. [Outro] Das Ringlein sprang entzwei, das Mühlrad dreht sich fort. Die Liebe bleibt verweht, kein Heim, kein Lieb, kein Ort.

