
18. Das Versprechen, einander wieder zu finden (Vision)
[Intro – schwebend, Akustikgitarre und einzelne Pianotöne] [Frau – sehr leise] Vielleicht ist Liebe nicht das Festhalten, sondern eine Hand, die offen bleibt. Vielleicht ist Nähe nicht das Versprechen, dass keiner jemals geht, sondern dass wir einander wiederfinden. [Strophe 1 – Frau] Ich möchte dir mein Innerstes zeigen, ohne mich dafür kleiner zu machen. Mit allem, was hell ist in mir, und allem, was manchmal noch zittert. Ich möchte neben dir atmen, ohne den nächsten Schritt zu kennen. Kein Spiel aus Kommen und Gehen, kein Suchen zwischen den Zeilen. Nur du. Nur ich. Und der Raum dazwischen, in dem wir beide sein dürfen. [Pre-Chorus – Piano und Cello bauen sich auf] Ich möchte nicht mehr gegen die Stille kämpfen. Ich möchte hören, was wirklich aus dir kommt. Und wenn du dich öffnest, will ich nicht festhalten. Ich will einfach bei dir sein. [Refrain – beide, zunächst weich] Vielleicht ist das unsere Vision: Du darfst du sein. Ich darf ich sein. Und trotzdem müssen wir nicht allein sein. Ich öffne meine Hände. Du öffnest deine. Und was zwischen uns entsteht, muss keiner von uns tragen. Es darf wachsen. Es darf atmen. Es darf unser sein. [Instrumental – Gitarre, Cello, leise Streicher] [Strophe 2 – Mann, tief und ruhig] Ich möchte dir nicht nur sagen, dass du mir wichtig bist. Ich möchte es dich spüren lassen. Nicht erst, wenn die Angst mich verliert. Nicht erst, wenn du dich entfernst. Ich möchte bleiben, wenn es näher wird. Dir sagen, wenn ich Raum brauche. Und dir auch zeigen, wenn ich dich vermisse. Nicht weil du mich suchst. Sondern weil ich zu dir kommen will. [Pre-Chorus – Mann + Frau] [Mann] Ich muss mich nicht verstecken. [Frau] Ich muss mich nicht vergessen. [Mann] Ich darf mich dir zeigen. [Frau] Ich darf mich dir öffnen. [Beide] Und vielleicht beginnt Liebe genau dort, wo keiner von uns mehr verschwinden muss. [Refrain – größer] Vielleicht ist das unsere Vision: Du darfst du sein. Ich darf ich sein. Und trotzdem müssen wir nicht allein sein. Ich öffne meine Hände. Du öffnest deine. Und was zwischen uns entsteht, muss keiner von uns tragen. Es darf wachsen. Es darf atmen. Es darf unser sein. [Bridge – fast nur Piano] [Frau] Ich möchte nicht nur lieben. Ich möchte auch geliebt werden. [Mann] Und ich möchte nicht nur geliebt werden. Ich möchte meine Liebe auch zeigen. [Beide – sehr ruhig] Nicht weil wir müssen. Nicht weil wir Angst haben. Sondern weil wir einander wirklich sehen. [Build – Cello und Streicher wachsen] Vielleicht müssen wir nicht werden wie der andere. Vielleicht müssen wir nur aufhören, uns voreinander zu verstecken. [Finaler Refrain – weit, emotional, beide Stimmen verschmelzend] Das ist meine Vision: Deine Hand in meiner, ohne Ketten. Dein Herz bei meinem, ohne Angst. Dein Weg neben meinem, ohne dass einer den anderen tragen muss. Ich öffne meine Hände. Du öffnest deine. Und irgendwo dazwischen entsteht etwas, das größer ist als Angst. Etwas, das bleibt, weil wir beide bleiben. Etwas, das frei ist, weil wir beide frei sind. [Outro – Musik wird ganz ruhig] [Frau] Vielleicht ist Liebe genau das: Ich verliere mich nicht, wenn ich mich dir öffne. [Mann] Und ich muss mich nicht verstecken, um bei dir zu bleiben. [Beide – ganz leise] Du bist du. Ich bin ich. Und trotzdem gibt es uns.

