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22. Ein neues Leben wächst

V6-MINI

[Strophe 1] Wir haben uns getragen durch die lange Zeit, waren füreinander da, wenn kein Weg mehr bleibt. Haben Lücken ausgefüllt, die keiner sonst sah, und manchmal vergessen, dass auch jeder für sich da war. Es war nicht falsch, es war nicht verkehrt, wir haben uns gegeben, was das Leben uns verwehrt. Doch jetzt wird es leiser, die Welt ordnet sich neu, und ich lerne langsam: Ich bleibe mir treu. [Pre-Chorus] Ich will dich nicht verlieren, doch mich auch nicht mehr übersehen. Wir müssen nicht zurück, um wieder aufeinander zuzugehen. [Refrain] Zwischen Nähe und Freiheit, zwischen Ankommen und Sein, darf ein neues Leben wachsen, darf ich wieder bei mir sein. Nicht mehr alles, nicht mehr immer, nicht mehr tragen bis zum Fall. Wir dürfen uns begegnen, doch wir müssen nicht mehr alles sein. Zwischen Nähe und Freiheit, finden wir vielleicht heraus: Wie viel Raum braucht unser Leben, damit Nähe wachsen kann? [Strophe 2] Ich sitze an meinem Fenster, lass das Licht herein, spüre, wie die Tage anders werden, wie ich langsam wach kann sein. Noch bin ich müde, noch ist vieles unbekannt, doch ich spüre neue Wege unter meiner Hand. Vielleicht geh'n wir spazieren, vielleicht trinken wir Kaffee, vielleicht wird manches leichter, wenn ich mich selbst besser versteh. Ich muss nicht alles wissen, nicht entscheiden, was noch kommt, ich darf erst einmal ankommen, bis mein Leben wieder wohnt. [Pre-Chorus] Ich will dich nicht verlieren, doch mich auch nicht mehr übersehen. Wir müssen nicht zurück, um wieder aufeinander zuzugehen. [Refrain] Zwischen Nähe und Freiheit, zwischen Ankommen und Sein, darf ein neues Leben wachsen, darf ich wieder bei mir sein. Nicht mehr alles, nicht mehr immer, nicht mehr tragen bis zum Fall. Wir dürfen uns begegnen, doch wir müssen nicht mehr alles sein. Zwischen Nähe und Freiheit, finden wir vielleicht heraus: Wie viel Raum braucht unser Leben, damit Nähe wachsen kann? [Bridge] Vielleicht braucht es ein halbes Jahr, vielleicht wird manches anders als es war. Vielleicht bleibt etwas, das uns immer verbindet, auch wenn jeder neue Wege findet. Ich muss nicht wissen, wohin es geht. Ich darf vertrauen, dass sich etwas dreht. Und wenn wir uns begegnen, dann nicht aus Pflicht, sondern weil jeder den anderen wirklich sieht. [Melodic Drop] Langsam, langsam – Schritt für Schritt. Ich nehme mein eigenes Leben mit. Langsam, langsam – Raum entsteht. Wir schauen, wohin die Reise geht. Nicht aus Angst. Nicht aus Pflicht. Ich verliere mich im Anderen nicht. Nicht zurück und nicht allein. Wir dürfen verbunden und trotzdem frei sein. [Letzter Refrain] Zwischen Nähe und Freiheit, zwischen Ankommen und Sein, darf ein neues Leben wachsen, und ich darf wieder ich selbst sein. Wir haben uns getragen, jetzt lernen wir zu stehen. Und vielleicht wird es leichter, wenn wir uns neu begegnen. Zwischen Nähe und Freiheit, liegt noch so viel unentdeckt. Ich weiß nicht, wohin es weitergeht – doch ich bin bereit, dass Neues entsteht. [Outro] Ich muss es heute noch nicht wissen. Ich darf langsam weitergehen. Vielleicht ist das erst der Anfang. Vielleicht werden wir dann sehen.