
[Intro – spoken] Da oben sieht die Welt bestimmt ganz anders aus. Oder? [Verse 1] Von großen Fenstern sehen Straßen klein aus. Menschen werden Punkte. Häuser werden Blöcke. Und Probleme passen plötzlich auf eine Seite Papier. Hier unten steht eine Mutter an der Kasse und zählt noch einmal nach. Hier unten sitzt ein Kind vor seiner Schultasche und fragt sich, warum Mama heute so still ist. Hier unten ist jede Zahl ein Mensch. [Pre-Chorus] Vielleicht sieht man das von oben nicht. Darum— [Chorus] SCHAUT EINMAL RUNTER. Nur einen Moment. Nicht auf Tabellen. Nicht auf Diagramme. Auf uns. SCHAUT EINMAL RUNTER. Hier schlägt das Leben, über das ihr redet. Hier werden Entscheidungen zu Essen, zu Miete, zu Angst, zu Hoffnung. Schaut einmal runter. Wir sind hier. [Verse 2] Ihr sprecht von Zukunft. Von Wachstum. Von notwendigen Schritten. Wir hören dieselben Worte. Nur klingen sie hier unten anders. Hier fragt jemand: Kann ich mir das leisten? Kann ich bleiben? Kann ich meinem Kind morgen noch sagen: Mach dir keine Sorgen? [Pre-Chorus] Wir erwarten keine Wunder. Nur dass niemand vergisst, dass hinter jedem Plan Menschen stehen. [Chorus] SCHAUT EINMAL RUNTER. Vielleicht erkennt ihr von dort oben nicht, wie groß ein kleiner Unterschied für jemanden sein kann. Ein Monat. Eine Rechnung. Ein Gespräch. Eine Entscheidung. SCHAUT EINMAL RUNTER. Nicht weil wir gegen euch sind. Sondern weil wir wollen, dass ihr uns seht. [Bridge] Kommt einen Tag hierher. Setzt euch an unseren Tisch. Fahrt unseren Bus. Wartet mit uns. Hört zu, wenn niemand eine Kamera hält. Vielleicht klingt die Welt danach ein bisschen anders. [Build] Wir sind keine Akte. Keine Kurve. Keine Zahl. [Final Chorus] SCHAUT EINMAL RUNTER! Hier lebt die Zukunft, von der ihr immer redet. Hier wachsen Kinder. Hier hoffen Menschen. Hier versucht jemand jeden Morgen neu, sein Leben hinzubekommen. SCHAUT EINMAL RUNTER. Und wenn ihr danach wieder nach oben geht— nehmt unsere Gesichter mit. Nicht nur unsere Zahlen. [Outro] Wir schauen zu euch hoch. Schaut ihr auch einmal zurück?

