
[Verse 1] So etwas wie Liebe hab ich lange nicht gespürt. Hab die Fenster zugemacht, jede Hoffnung zugeschürt. Türen abgeschlossen, mich selber weggesperrt, Mauern viel zu hoch gebaut, bis keiner mehr mich hört. Hab den Graben tief gezogen, dass ihn niemand überwind’t, mich versteckt hinter Zynismus, hinter Chaos wie ein Kind. Schlechte Witze als Verteidigung, ein Lächeln wie Beton — doch heute sitz ich hier und irgendwas kommt schon. [Pre-Chorus] Denn trotz all der Fluchtwege, trotz der ganzen Dunkelheit, ist da irgendwas geblieben, das noch fühlen kann vielleicht. [Chorus] Und du — du schlägst härter ein als TNT, reißt durch Mauern wie ’ne Dampframme in mich. Ich bin geliefert, nur wegen dir. Und zum ersten Mal klingt Untergehen irgendwie schön in mir. Du — kommst näher als ich je erlaubt hab. Und verdammt, ich glaub, ich halt dich nicht mehr auf. [Verse 2] Nicht laut, nicht leicht, aber plötzlich wieder echt. Ein Herz, das fast vergessen hat, wie sich Nähe wirklich nennt. Der Sarkasmus war Tarnung, das Chaos nur der Lärm, damit ich diese Stille nicht alleine hören lern’. Und Liebe fragt nicht danach, wie kaputt man wirklich ist. Sie wartet einfach irgendwo, bis du selber ehrlich bist. Bis du nicht mehr sagen kannst, warum du dich verschließt — und irgendein Mensch dich ansieht, als wärst du genug, wie du bist. [Chorus] Und du — du schlägst härter ein als TNT, reißt durch Mauern wie ’ne Dampframme in mich. Ich bin geliefert, nur wegen dir. Und zum ersten Mal klingt Untergehen irgendwie schön in mir. [Bridge] Vielleicht war ich nie kalt, nur zu lange auf der Flucht. Vielleicht hab ich mein Herz zwischen Ironie gesucht. Und jetzt steh ich hier mit leeren Händen vor dir — ohne Mauern, ohne Lärm, und du bleibst trotzdem hier. [Final Chorus] Ja du — du bist schlimmer als jede Explosion. Machst aus meinem Chaos plötzlich irgendwas davon. Ich bin geliefert, doch diesmal lauf ich nicht. Denn vielleicht fühlt sich Liebe genau so an wie dies.

