
[Strophe 1 – Sie] Wenn du schweigst, war da ein Raum, den ich sofort gefüllt hab. Mit Gedanken, mit Erklärungen, mit allem, was ich nicht gewusst hab. Ich hab geraten, was du fühlst, hab deine Stille interpretiert. Und während ich dich verstehen wollte, hab ich mich selbst dabei verloren. [Pre-Chorus – Sie] Doch ich kann nicht wissen, was in dir geschieht. Und ich muss es nicht mehr wissen, wenn du es mir nicht gibst. [Refrain – Sie] Ich fülle deine Lücken nicht mehr, ich trage deine Stille nicht mehr. Was in dir lebt, gehört zu dir, was in mir lebt, bleibt bei mir. Ich lauf nicht mehr voraus, ich zieh dich nicht mehr heraus. Wenn du mir etwas zeigen willst, dann komm ein Stück auf mich zu. [Strophe 2 – Er] Ich hab mich hinter Schweigen versteckt, wenn mir alles zu viel wurde. Hab gehofft, du würdest mich verstehen, ohne dass ich mich erklären musste. Doch wenn du nicht mehr für mich sprichst, kann ich mich nicht mehr darin verstecken. Dann muss ich selber Worte finden, wenn ich will, dass du mich erkennst. [Pre-Chorus – Er] Du kannst nicht wissen, was in mir geschieht. Und vielleicht muss ich lernen, es selbst zu zeigen, wenn du mich siehst. [Refrain – Beide] Ich fülle deine Lücken nicht mehr, du trägst meine Stille nicht mehr. Was in mir lebt, gehört zu mir, was in dir lebt, bleibt bei dir. Wir laufen nicht mehr voraus, wir ziehen einander nicht heraus. Wenn wir uns wirklich zeigen wollen, müssen wir selbst aufeinander zugehen. [Bridge – Wechselgesang] Sie: Ich weiß nicht, was du denkst. Er: Ich muss es dir sagen. Sie: Ich weiß nicht, was du fühlst. Er: Ich kann es nicht mehr verbergen. Sie: Ich werde nicht mehr raten. Er: Ich will mich nicht mehr verstecken. Beide: Vielleicht ist genau dieser Raum der erste ehrliche Platz zwischen uns. [Letzter Refrain – Beide] Ich fülle deine Lücken nicht mehr, und du musst meine nicht tragen. Keiner von uns muss den anderen retten, keiner muss für zwei etwas sagen. Wir bleiben bei uns, und trotzdem nicht allein. Denn Nähe bedeutet nicht, im anderen zu verschwinden. Wenn du kommst, bin ich hier. Wenn ich komme, bist du da. Und was zwischen uns entsteht, entsteht jetzt aus uns beiden. [Outro – Sie, leise] Ich muss dich nicht mehr verstehen, bevor du dich selbst zeigst. [Er] Und ich muss nicht mehr schweigen, damit ich mich schützen kann. [Beide] Jetzt ist da Raum.

