Song Cover Image

Symphony Orchestra Lüttsiel feat. The Tenors and the Diva - Blutturm

V6

Fernab der Küste, tief im Meer, ragt nackter Fels aus schwarzer Flut. Die Mauern trotzten manchem Sturm, doch in den Fugen trocknet Blut. Wenn Nebel sich an Steine schmiegt, quillt roter Schorf aus feuchtem Stein. Das Wasser färbt sich karmesin, und schluckt das letzte Mondlicht ein. Der Sturm peitscht durch den leeren Schacht. Zwei Stimmen weinen in der Nacht. Gekettet an den kalten Fels. Verdammt bis in die Ewigkeit. Der Blutturm ragt aus purpurner See! Kein Schiff wirft hier den Anker aus. Wer diese Schwelle einmal tritt, kehrt niemals wieder lebend nach Haus! Ein Wärter und sein treues Weib, verrichteten hier einst die Wacht. Bis blinder Hass und kalter Stahl, sie niedermähte in der Nacht. Das Leuchtfeuer ist längst erstickt, der Turm ist blind, das Glas zerschmettert. Nur wenn die Flut den Fels zerreißt, schallt ihr Geschrei hinab ins Meer! Der Sturm peitscht durch den leeren Schacht. Zwei Stimmen weinen in der Nacht. Gekettet an den kalten Fels. Verdammt bis in die Ewigkeit. Der Blutturm ragt aus purpurner See! Kein Schiff wirft hier den Anker aus. Wer diese Schwelle einmal tritt, kehrt niemals wieder lebend nach Haus! Niemals lebend nach Haus! Der Turm steht still. Das Wasser rot. Zwei Seelen. Ein endloser Tod. Song Text © Thorsten Försterling