
Vers 1 Wer im Schutz vom Höchsten wohnt, der bleibt fest und g’sichert im Schattn vom Allmächtign! Sei Macht is so groß, dass koa Feind was dagegn ausrichtn ko. Er werd di mit seine Schwinga zuadeckn, und unta seine Fliegl findst a sichere Hoamat; sei Treie und sei Schutz san dei Schild und dei Wehr. Du brauchst di ned fiaichtn vorn Schreckn in da Nacht, und a ned vorn Pfeil, der am Tag dahergflogn kimmt. Ned vor da Pest, de im Finstern rumgeht, und ned vorn Unglick oder am gachn Tod, der am Mittog auf amoi daherkimmt und ois vawüst’. Refrain I sog zum Herrn: „Du bist mei Zuflucht und mei Burg, mei Gott; an di lohn i mi hi, auf di valass i mi!“ Groß bist, o Herr, voll Gnad und Barmherzigkeit! Dei Güt’, de halt ewig! Amen! Vers 2 Ned des helle Rampnliacht macht di wertvoll, sondern des vaborngne Platzl beim Herrgott! De Welt und dei EGO, de feian des grelle Liacht; aba bloß der Sama, der in da Erdn zum Baam heranwachst und am End bis zum Himmi naufreicht, der hat de Kraft, des Kommande vo Gott mitz’tragn! Der Vadda liebt den Sohn und hat eam ois in d’Hand gebn. Und der Vadda hat eich gern, weil ia mi gern habt’s und glaubt’s, dass i vo Gott kemma bin. Refrain I sog zum Herrn: „Du bist mei Zuflucht und mei Burg, mei Gott; an di lohn i mi hi, auf di valass i mi!“ Groß bist, o Herr, voll Gnad und Barmherzigkeit! Dei Güt’, de halt ewig! Amen! Vers 3 Ned des helle Rampnliacht macht di zu am echtn Diener vo Gott, sondern de Zeit im Stilln, wo di dei Schöpfer ganz fia si hernimmt! De Zeit, wo’s in dir wachst und du mit deim Schöpfer bist, de füllt di mit seina Herrlichkeit aus – und de bricht dann aus, wenn de Zeit reif is! Da Sama keimt und geht auf, ohne dass ma’s merkt. De Erdn bringt vo seiba Frucht: zeascht den Halm, dann d’Ährn und am End den ganzn Woizn in da Ährn. Wenn de Frucht dann soweit is, dann schickt er glei d’Siche daher, weil d’Ernte da is. Refrain I sog zum Herrn: „Du bist mei Zuflucht und mei Burg, mei Gott; an di lohn i mi hi, auf di valass i mi!“ Groß bist, o Herr, voll Gnad und Barmherzigkeit! Dei Güt’, de halt ewig! Amen! Outro Des Reich Gottes is wia a Senfkerndl; des kloanste vo olle Samalkerndl auf da Erdn, des in d’Erde g’sät werd. Wenn’s aba amoi g’sät is, dann geht’s auf und werd gresser ois ois andere, was so wachst! Es treibt so große Zweig aus, dass de Vegl vom Himmi im Schattn eana Nestl bauen kinna.

