
Alte Schachtel, junges Ding 1.0
Ich sehe nicht richtig, Du hörst nur schlecht. Wie wird der Blinde der Tauben gerecht? Mal schweigen statt reden ist schon sehr viel. Wir üben die Nachsicht im Wörterspiel. Ein Gläschen Hugo auf dem Balkon, Der Abend mit Freunden und Diskussion. Beim Kaffee am Morgen die Lage peilen, Im Schlafanzug sitzen, sich nicht beeilen. Ein Lied der Liebe meines Lebens, Der Meisterin der Kunst des Gebens. Dir, alte Schachtel, junges Ding, Ein Lied ich sing’. Am Wachsen sich freuen, der andern, Die Strecken jetzt kürzer beim Wandern. Mal Schauspiel, Konzert und mal Oper, Dein Kopf dröhnt und pfeift dazu, super! Da müssen wir durch, wie andere auch, Die vor uns und die, die uns kommen nach. Wir hoffen auf Milde, auf freundliche Mahnung… Wie das mal wird? Echt jetzt: Keine Ahnung! Ein Lied der Liebe meines Lebens, Der Meisterin der Kunst des Gebens. Dir, alte Schachtel, junges Ding, Ein Lied ich sing’. Und wie geht’s weiter? Der Baum steht bereit, Wir freu’n uns auf Nachbarn in Ewigkeit. Da werden wir quatschen und nachts auch mal spuken. Wer will, kann uns gerne im Ruh‘forst besuchen. Wie gut, dass die Generation Der Jungen, der Mädchen, ist schon Am Start. Und lautstark und heiter Hau‘n sie die Pauke! - Das Leben geht weiter. Ein Lied der Liebe meines Lebens, Der Meisterin der Kunst des Gebens. Dir, alte Schachtel, junges Ding, Ein Lied ich sing’.

