Aus der Tiefe steigt unser Rufen Aus der Nacht erhebt sich das Wort Durch die Hallen der steinernen Zeiten Durch die Münder der Wartenden [Chor] Gebt den Reichen was den Armen gehört Denn die Waage ist schwer geworden Und die Schalen hängen ungleich Der Wein fließt über die Ränder Doch viele Lippen bleiben trocken [Chor] Gebt den Reichen was den Armen gehört O ihr Hüter der eisernen Türen O ihr Zähler der silbernen Münzen Hört das Schreiten der Barfüßigen Hört das Atmen der Müden Der Morgen fragt nach Gerechtigkeit Der Abend zählt die leeren Hände Die Erde trägt genug für alle Doch der Mensch verschließt seine Kammern  [Cantor] Wer hortet, trage die Last seines Hortens Wer anhäuft, erkenne die Schuld der Fülle [Chor] Gebt den Reichen was den Armen gehört Nicht aus Zorn allein sprechen wir Nicht aus Neid erheben wir Stimmen Sondern aus der Wunde der Zeiten Und aus dem Schweigen der Verlassenen O Herr der wandernden Schatten O Herr der gebrochenen Brote Öffne die Herzen der Mächtigen Löse die Finger der Gier [Chor] Gebt den Reichen was den Armen gehört Dass Kinder ohne Furcht schlafen Dass Alte nicht frierend erwachen Dass Arbeit nicht Ketten bedeute Dass Würde nicht gekauft werde Die Glocken rufen über die Dächer Der Wind trägt die Klage weiter Und selbst die Mauern erinnern sich An die Namen der Vergessenen [Cantor] Denn Staub wird werden aller Reichtum Und verwehen im Atem der Jahre [Chor] Doch die Tat der Barmherzigkeit bleibt Und die Gerechtigkeit vergeht nicht Gebt den Hungrigen das Brot zurück Gebt den Müden die Ruhe zurück Gebt den Gebeugten ihr Antlitz zurück Gebt den Armen zurück Was ihnen gehört [Großer Schlusschor] Gebt den Reichen was den Armen gehört Gebt den Reichen was den Armen gehört Dass Friede wohne unter den Menschen SO SEI ES