
NICHTS ZU VERLIEREN [Intro – leise, fast gesprochen] Ich war schon unten. Nicht einmal. Nicht zweimal. Oft genug, um zu wissen, wie sich der Boden anfühlt. Und vielleicht ist genau das meine verdammte Stärke. [Strophe 1] Ich hab gelernt, mit wenig Licht zu leben, doch nie gelernt, deshalb weniger zu sehen. Manches bleibt verschwommen vor meinen Augen, doch ich hab aufgehört, mir selbst nicht zu glauben. Ich arrangier mich mit den Grenzen jeden Tag, mit all den Dingen, die ich nicht verändern mag. Manchmal kostet schon das Kleine viel zu viel, doch irgendwo in mir bleibt dieses eine Ziel: Nicht stehen bleiben. Nicht liegen bleiben. Und wenn ich falle, dann wenigstens nach vorn. [Pre-Chorus] Was soll mir das Leben denn noch nehmen, das ich nicht irgendwie schon kenn? Ich hab die dunkelsten Stunden überstanden und steh verdammt noch mal noch hier. [Refrain] Ich hab nichts mehr zu verlieren, nur noch etwas zu gewinnen. Und wenn heute alles fällt, kann morgen etwas neu beginnen. Ich war unten, kenn den Boden, hab ihn öfter schon berührt. Doch solange noch ein Funke irgendwo in mir pulsiert: Hab ich nichts mehr zu verlieren. Nein, ich geb mich noch nicht auf. Vielleicht seh ich nicht den ganzen Weg – doch verdammt, ich geh ihn trotzdem rauf. [Strophe 2] Es gibt diese Tage, da fühl ich mich wieder unten, als hätten alte Schatten mich erneut gefunden. Dann ist da keine große Heldenmelodie, nur ich und meine Zweifel und die Frage: „Wie?“ Wie oft kann man stolpern und trotzdem weitergehen? Wie oft keine Richtung und trotzdem Zukunft sehen? Vielleicht liegt Mut nicht darin, niemals Angst zu haben, sondern trotz der Angst den nächsten Schritt zu wagen. Ich brauch kein Mitleid. Keinen goldenen Pokal. Gebt mir eine kleine Chance – ich versuch es noch einmal. [Pre-Chorus] Denn Hoffnung heißt für mich nicht, dass morgen alles leichter wird. Hoffnung heißt: Ich geh noch weiter, auch wenn heute etwas in mir friert. [Refrain – größer] Ich hab nichts mehr zu verlieren, nur noch etwas zu gewinnen. Und wenn heute alles fällt, kann morgen etwas neu beginnen. Ich war unten, kenn den Boden, hab ihn öfter schon berührt. Doch solange noch ein Funke irgendwo in mir pulsiert: Hab ich nichts mehr zu verlieren. Nein, ich geb mich noch nicht auf. Vielleicht seh ich nicht den ganzen Weg – doch verdammt, ich geh ihn trotzdem rauf. [Bridge – Musik bricht fast komplett weg] Fünf Prozent Licht sind nicht fünf Prozent Leben. Fünf Prozent Sicht sind nicht fünf Prozent von mir. Vielleicht sehe ich nicht, was hinter der nächsten Kurve wartet. Aber weißt du was? Das sieht keiner. [Aufbau – Trommeln setzen ein] Also geh ich. Einen Schritt. Noch einen. Manchmal langsam. Manchmal wütend. Manchmal mit Hoffnung. Manchmal nur aus Trotz. Aber ich gehe. [Finaler Refrain – maximal] ICH HAB NICHTS MEHR ZU VERLIEREN! Ich hab ein ganzes Leben zu gewinnen! Und wenn ich hundertmal noch falle, werd ich hundertundeinmal neu beginnen! Ich war unten, kenn den Boden, doch der Boden hält mich nicht! Denn auch wenn meine Augen wenig sehen – in mir brennt immer noch ein Licht! Ich hab nichts mehr zu verlieren! Vielleicht ist genau das meine Kraft. Ich weiß nicht, was das Morgen bringt – ABER ICH WILL SEHEN, WAS ES MIT MIR MACHT! [Outro – ruhig] Ich sehe nicht weit. Muss ich auch nicht. Für den nächsten Schritt reicht es. Und danach sehen wir weiter.

