"Der Brief, den er nicht öffnet" Strophe 1 Zwanzig Jahre Freundschaft, jetzt nur noch ein Schweigen, Ich sitz am Fenster, seh nur Regen fallen, keine Zeichen. Wir standen zusammen in der Muckibude, jung und wild, Heut ist da nur noch Leere, wo mal unser Lachen war, ein Bild. Er war der Ruhige, ich der, der immer nur am reden war, Doch wenn's ernst wurde, wusste ich der Kieler der war immer da Wanderungen, Fußball, Nächte ohne Ende, Und jetzt? Ein Kontakt, gelöscht, woher plötzlich die Wende? Ich schreib den Brief per Hand, weil Worte mehr bedeuten, Kein Screenshot, keine Story – nur das Papier als mein Zeuge Ich weiß nicht, was passiert ist, was ich falsch gemacht hab, Aber ich vermiss den Menschen, der mir all die Jahre Halt gab. Hook Sag mir, warum die Stille lauter ist als jedes Wort, Ich klopf an deine Tür, doch du bist einfach fort. Wir waren unzertrennlich, dachte ich zumindest, Jetzt bleibt nur die Frage: Wo war ich, als du am weitesten warst? Strophe 2 Ich denk an kleine Momente, die keiner sonst versteht, Ein Blick, ein Nicken, ein Satz, der zwischen uns besteht Man merkt erst, was man hatte, wenn es einfach nicht mehr da ist, Die Stille nach dem Anruf, der nie mehr zurückkam, all die Nächte nur am warten Ich hab nicht aufgehört zu hoffen, hab an dich gedacht, An jedem Ort, den wir mal teilten, jede Nacht. Vielleicht warst du längst müde, vielleicht hab ich nicht gesehen, Wie schwer es wurde, einfach nur noch weiterzugehen. Ich mach dir keinen Vorwurf, ich versteh nicht, was war, Aber die Erinnerung bleibt, auch wenn der Mensch nicht mehr da ist, ganz nah. Vielleicht schreibst du zurück, vielleicht bleibt es einfach so, Aber ich wollte, dass du weißt: Ich lass dich nicht einfach los. Hook Sag mir, warum die Stille lauter ist als jedes Wort, Ich klopf an deine Tür, doch du bist einfach fort. Wir waren unzertrennlich, dachte ich zumindest, Jetzt bleibt nur die Frage: Wo war ich, als du am weitesten warst? Outro Falls du das liest – ich mein's ernst, kein Spiel, kein Schein, Manche Freundschaften gehen tief, die lässt man nicht einfach sein. Ich wart auf dich, so lang es dauert, ohne Groll, ohne Zorn, Manche Türen bleiben offen, auch wenn die Antwort ausbleibt, verlor'n.